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Die Flagge Jemens inmitten eines Protests in New York gegen Donald Trumps Einreisesperre für Menschen aus sieben Ländern, in denen mehrheitlich Muslime leben. Rund 60'000 Personen verloren nach offiziellen Angaben wegen des Banns ihr US-Visum. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/KATHY WILLENS

(sda-ats)

Die USA haben in der ersten Woche des neuen Einreiseverbots gegen Menschen aus sieben muslimischen Staaten nach Angaben des Aussenministeriums fast 60'000 Visa widerrufen. Zuvor hatte ein Anwalt der Regierung von rund 100'000 annullierten Visa gesprochen.

Das Aussenministerium gab die Zahl am Freitag bekannt, nachdem Medien zuvor von den 100'000 zurückgezogenen Einreiseerlaubnissen berichtet hatten. Diese Zahl hatten mehrere Medien unter Berufung auf eine Gerichtsanhörung vermeldet, bei der ein Anwalt der Regierung die Zahl genannt hatten.

Der Staatsanwalt konnte nicht sagen, wie viele Menschen tatsächlich zurückgeschickt wurden, wie unter anderem die "Washington Post" berichtete. Alle Inhaber einer Green Card seien dagegen ins Land gelassen worden.

Der neue US-Präsident Donald Trump hatte vergangenen Freitag per Exekutivanordnung bestimmt, dass Bürger aus dem Irak, dem Iran, dem Jemen, Libyen, Somalia, dem Sudan und Syrien für 90 Tage nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Die Regierung in Washington begründete den Schritt mit dem Schutz vor Anschlägen.

In mehreren Bundesstaaten laufen vor Bundesgerichten derzeit Verfahren gegen den Erlass. Einige Gerichte haben bereits die Umsetzung eingeschränkt, jüngst eine Richterin in Detroit. Ein Bundesrichter in Virginia ordnete derweil an, dass die Regierung eine Liste aller Personen erstellt, denen die Einreise in die USA wegen der Sperre verweigert wurde.

SDA-ATS

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