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Verschiedene libysche Stämme wollen sich auch nach der Ära Gaddafi für ein geeintes Libyen einsetzen. In einer gemeinsamen Erklärung schworen rund 60 Stammesvertreter jeglicher Unabhängigkeitsbestrebung ab.

"Wir teilen das gleiche Ideal eines freien, demokratischen und geeinten Libyens", heisst es in der am 12. April in der Rebellenhochburg Benghasi verfassten Erklärung. Der Text wurde am Mittwoch von dem französischen Philosophen und Publizisten Bernard Henri Lévy auf seiner Website "La Règle du Jeu" (Die Regeln des Spiels) veröffentlicht.

"Angesichts der Drohungen (...), der Manöver und Propaganda des Diktators und seiner Familie, verkünden wir hiermit feierlich: nichts kann uns trennen", heisst es weiter. "Das Libyen von Morgen, wird, wenn der Diktator weg ist, ein geeintes Libyen sein mit Tripolis als seiner Hauptstadt."

Lévy ist aktiver Unterstützer des nationalen Übergangsrates in Libyen und war bei der Unterzeichnung der Erklärung nach eigenen Angaben vor Ort. Der Intellektuelle gilt auch als einer derjenigen, die Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy dazu drängten, in Libyen schnell militärisch einzugreifen.

Warfalla-Stamm gespalten

Welchen Anteil der Bevölkerung die rund 60 Vertreter repräsentieren, blieb unklar. Lévy versicherte, dass die Unterschriften das gesamte Gebiet Libyens abdeckten. Manche Vertreter hätten allerdings nicht die Rückendeckung aller Stammesmitglieder.

Nach Beginn des Aufstandes im März hatten zahlreiche Stammesführer offiziell ihre Unterstützung für die "Revolution" erklärt. Lediglich Gaddafis eigener Gaddafa-Stamm und Teile des Warfalla-Stammes sollen derzeit noch treu zum Clan des Machthabers stehen.

Die Warfalla sind mit über einer Million Menschen der grösste Stamm Libyens. Allerdings haben sich einzelne Clans dieses Stammes aus dem Osten inzwischen mit den Aufständischen solidarisch erklärt. Auch Stammesvertreter Muftah Matuk al-Warfalli unterschrieb nach Angaben von Lévy die Erklärung für ein vereintes Libyen nach Gaddafi.

Kämpfe in Sintan und Misrata

Unterdessen gingen die Kämpfe zwischen den Aufständischen und den Truppen Gaddafis weiter. Der Nachrichtensender Al-Dschasira berichtete, Gaddafi-Truppen hätten am Mittwoch das Zentrum der Stadt Sintan, 120 Kilometer südwestlich von Tripolis, mit Grad-Raketen beschossen.

Die Aufständischen betonten zudem, dass sich auch rund um die westliche Stadt Misrata noch zahlreiche Angehörige der Regierungstruppen aufhielten. Diese hätten am Vortag mit Raketenangriffen Schaden auf dem Hafengelände verursacht.

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The citizens' meeting

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SDA-ATS