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Nach einem 1:1 nach Verlängerung gewinnt Russland im WM-Achtelfinal im ausverkauften Moskauer Luschniki-Stadion gegen Spanien, den Weltmeister von 2010, mit 4:3 im Penaltyschiessen.

In den 120 Minuten, die dem Penaltyschiessen voraus gingen, fielen zwei Tore, beide in der ersten Halbzeit der regulären Spielzeit. Spanien ging durch ein russisches Eigentor in Führung (12.); Russland glich 29 Minuten später mit einem Hands-Penalty aus.

Am Ende war es wie immer. Immer, wenn es der WM-Ausrichter zuletzt in ein Penaltyschiessen geschafft hatte, gewann er das auch. 1998 siegte Frankreich gegen Italien, 2002 siegte Südkorea gegen Spanien, 2006 triumphierte Deutschland über Argentinien, und 2014 jubelte Brasilien am Ende gegen Chile - so wie jetzt die Russen.

Russland entdeckt jetzt den Fussball. "Ihr seid geboren, um unser Märchen wahr werden zu lassen", meinten die Fans vor dem Spiel auf einem riesigen Transparent. Das russische Sommermärchen geht zumindest sechs Tage lang weiter. In den Viertelfinals treffen die Russen auf Kroatien oder Dänemark.

Spanien scheiterte im Penaltyschiessen zum fünften Mal an einer WM am Gastgeber. Noch nie gewannen die Iberer ein derartiges Spiel. Die Negativserie begann 1934 in Italien (0:1 im Viertelfinal/Wiederholungsspiel), ging 1950 in Brasilien weiter (1:6), ebenso 2002 in Südkorea (Niederlage im Penaltyschiessen nach einem 0:0 im Viertelfinal). Fernando Hierro, der als Sportdirektor Spaniens Coaching an dieser WM kurzfristig übernahm, war 2002 Captain Spaniens.

Die Spanier scheiterten am russischen Goalie Igor Akinfejew. Akinfejew parierte in der regulären Spielzeit und der Verlängerung acht von neun Schüssen auf sein Tor. In der Verlängerung gelangen ihm Glanzparaden gegen Rodrigo und Carbajal (109.). Im Penaltyschiessen parierte er die Elfmeter von Koke und Iago Aspas. Die vier russischen Schützen - Fedor Smolow, Sergej Ignaschewitsch, der junge Alexander Golowin und der in Spanien aufgewachsene Demos Tscherischew - reüssierten alle.

74 % Ballbesitz Spaniens

Schon in der regulären Spielzeit und der Verlängerung wehrte sich Russland im wichtigsten Fussballspiel seiner Geschichte gegen den haushohen Favoriten Spanien clever. Die Spanier dominierten die Partie. Sie, die schon während der Vorrunde mehr Pässe spielten als alle übrigen Teams, kontrollierten das Geschehen. 74 Prozent Ballbesitz totalisierte Spanien. Möglichkeiten resultierten aus dieser Überlegenheit aber kaum. Iniesta, der erst nach 67 Minuten aufs Feld durfte, besass eine in der Schlussphase der regulären Spielzeit. Russlands Goalie Igor Akinfejew parierte aber souverän.

Bei den beiden Goals traf die Torhüter keine Schuld. Spanien ging nach zwölf Minuten durch ein Eigentor von Sergej Ignaschewitsch in Führung. Für Ignaschewitsch hätte es ein grosses Spiel werden sollen: Der bald 39-Jährige bestritt sein 17. WM- oder EM-Spiel für Russland. Er egalisierte die Bestmarke von Lew Jaschin. Wegen des Eigentors ist er nun mit 38 Jahren und 352 Tagen auch der älteste Akteur der WM-Geschichte, der ins eigene Netz traf. Er löste Noel Valladares aus Honduras ab, der vor vier Jahren beim 0:3 gegen Frankreich ein Eigentor produzierte und damals erst 37-jährig war.

Russland glich in der 41. Minute durch einen von Artem Dsjuba verwandelten Hands-Penalty aus. Gerard Piqué war der Ball nach einem (gegen Dsjuba) verlorenen Kopfballduell an die hoch über dem Kopf gehaltene Hand geflogen.

Telegramm:

Spanien - Russland 1:1 (1:1, 1:1) n.V; 3:4 Penaltys.

Luschniki-Stadion, Moskau. - 78'011 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kuipers (NED). - Tore: 12. Ignaschewitsch (Eigentor) 1:0. 41. Dsjuba (Handspenalty) 1:1. - Penaltyschiessen: Iniesta 1:0, Smolow 1:1; Piqué 2:1, Ignaschewitsch 2:2; Koke (gehalten), Golowin 2:3; Ramos 3:3, Tscheryschew 3:4; Aspas (gehalten).

Spanien: De Gea: Nacho (70. Carvajal), Piqué, Ramos, Alba; Koke, Busquets; Asensio (104. Rodrigo), Silva (67. Iniesta), Isco; Costa (80. Aspas).

Russland: Akinfejew; Kutepow, Ignaschewitsch, Kudrjaschow; Fernandes, Samedow (61. Tscheryschew), Kusjajew (97. Jerochin), Sobnin, Schirkow (46. Granat); Dsjuba (65. Smolow), Golowin.

Bemerkungen: Russland ohne Smolnikow (gesperrt). Verwarnungen: 40. Piqué (Handspiel). 54. Kutepow (Foul). 71. Sobnin (Foul).

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SDA-ATS