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Die UNO-Vetomacht Russland hat ihr "Njet" zu Sanktionen gegen Syrien bekräftigt. Die "prinzipielle Position" Russlands sei, Syrien nicht zum Thema im Weltsicherheitsrat zu machen, sagte Aussenminister Sergej Lawrow seinem syrischen Kollegen Walid al-Muallim in einem Telefongespräch.

Lawrow habe zugleich möglichst zügige "positive Veränderungen" angemahnt, teilte das Aussenministerium am Samstag in Moskau mit. Bei Angriffen syrischer Truppen auf Orte in der Provinz Homs starben am Sonntag mindesten drei Zivilisten.

Bereits am Freitag hatte Kremlchef Dmitri Medwedew beim G8-Gipfel in Deauville Zwangsmassnahmen gegen Syrien abgelehnt. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen in New York bereiten vier EU-Staaten, darunter Deutschland, wegen der tödlichen Angriffe auf Oppositionelle und Demonstranten in Syrien eine Resolution vor, mit der die syrische Regierung offiziell verurteilt werden soll.

Armee tötet Demonstranten

Syrische Truppen rückten am Sonntag in mehrere Orte in der Umgebung von Homs, der drittgrössten Stadt des Landes, ein. Mindestens fünf Menschen kamen nach Angaben von Aktivisten und Menschenrechtlern bei Angriffen von Regierungstruppen ums Leben.

Von Panzern unterstützt griffen die Soldaten von Präsident Baschar Assad am Sonntag die Städte Rastan, Talbiseh und Teir Maale in der Provinz Homs an. Zuvor hätten die Behörden die Städte von der Aussenwelt abgeschnitten, erklärten die Aktivisten. Telekommunikationsverbindungen seien gekappt und alle Strassen gesperrt worden.

Nach Angaben des Syrischen Observatoriums für Menschenrechte (SOHR) wurden in Rastan zwei Menschen getötet und in Talbiseh vier verwundet. Ein Aktivist berichtete der Nachrichtenagentur AP von drei Toten in Talibseh. Fast 100 Verletzte seien in Spitälern nach Homs gebracht worden. Berichte über Opfer in Teir Maale lagen zunächst nicht vor.

Empörung nach Tod eines 13-Jährigen

In der südsyrischen Stadt Daraa machten am Samstag hunderte Demonstranten ihrer Empörung über den Foltertod eines 13-Jährigen Luft. Der Leichnam des Jugendlichen war der Familie erst einen Monat nach seinem Verschwinden von den Behörden ausgehändigt worden, berichteten syrische Aktivisten.

Videos, die ins Internet gestellt wurden, zeigten das Opfer mit den Spuren grässlicher Misshandlungen, die ihm syrische Sicherheitskräfte zugefügt haben sollen.

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SDA-ATS