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Die luftpolizeiliche Kontrolle eines russischen Passagierflugzeugs durch eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe über Biel hat ein kleines diplomatisches Nachspiel. Beim Schweizer Botschafter in Moskau ging eine Protestnote des russischen Aussenministeriums ein.

Man habe beim Schweizer Diplomaten heftige Kritik über den Vorfall geäussert, schreibt das russische Ministerium am Dienstag in einer Mitteilung. Ein Kampf-Jet habe sich am Montag dem russischen Flugzeug "auf gefährliche Art und Weise genähert". An Bord der russischen Maschine habe sich eine vom Duma-Präsidenten Sergei Naryschkin angeführte Parlamentarierdelegation befunden.

Die Versuche "gewisser Schweizer Verantwortlichen", den Vorfall als normales Verfahren hinzustellen, wirkten wenig überzeugend, so das Ministerium. Bern solle künftig "solch riskante Aktionen" unterlassen. Die Duma ist die erste Kammer des Parlaments der Russischen Föderation.

Schweiz bedauert Beunruhigung

Man habe die russischen Behörden im Voraus mündlich und schriftlich über die Durchführung einer routinemässigen luftpolizeilichen Kontrolle in Kenntnis gesetzt, schreibt das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schweiz habe dabei ihr Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass diese Kontrolle die Passagiere des Flugzeuges der russischen Parlamentarierdelegation "beunruhigt" habe.

Letztere war auf dem Weg zu einem Treffen der Interparlamentarischen Union (IPU) in Genf. Auch das Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bestätigte auf Anfrage, dass es sich bei der Kontrolle durch die F/A-18 um eine routinemässige Überprüfung des russischen Flugzeuges gehandelt habe.

Der Zwischenfall über Biel hatte auch ein diplomatisches Hin und Her zwischen Moskau und Paris zur Folge. Russland nahm zunächst an, das russische Flugzeug sei von der französischen Luftwaffe kontrolliert worden. Erst nachdem Russland bereits den Botschafter Frankreichs in Moskau einberufen hatte, bemerkte es den Fehler und entschuldigte sich.

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SDA-ATS