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Die Präsidenten der Türkei, Russlands und des Irans konnten sich am Freitag in Teheran nicht auf eine Waffenruhe einigen. Am Samstag haben syrische und russische Streitkräfte Ortschaften in der Rebellen-Provinz unter Beschuss genommen. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA SPUTNIK POOL/MIKHAIL KLIMENTYEV/SPUTNIK/KREML / POOL

(sda-ats)

Die syrische Regierung hat zusammen mit ihrem Verbündeten Russland Menschenrechtlern zufolge die schwersten Luftangriffe auf die Rebellenprovinz Idlib seit einem Monat geflogen. Mindestens vier Zivilisten seien getötet worden, darunter zwei Kinder.

Dies berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Die Provinz sei von etwa 80 Bombardements getroffen worden. Es seien "die stärksten" Angriffe, seitdem die Regierung in Damaskus und ihr Verbündeter Russland vor einem Monat eine Offensive angekündigt hatten.

Idlib ist das letzte grosse Rebellengebiet in Syrien. Die Regierung hatte dort in den vergangenen Wochen ihre Truppen zusammengezogen und mit einer Offensive gedroht. Sie will nach eigenen Angaben das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte sie wichtige Gebiete wieder eingenommen, darunter die lange umkämpfte Region Ost-Ghuta bei Damaskus und den Süden des Landes. Dort gaben die Rebellen zu grossen Teilen kampflos auf.

Laut Uno wird Idlib von rund 10'000 Milizionären gehalten. Die meisten von ihnen haben sich islamistischen Gruppierungen angeschlossen. Die Vereinten Nationen haben wiederholt vor einer humanitären Katastrophe bei einer Armee-Offensive gewarnt.

Erdogan will nicht tatenlos zusehen

Am Freitag war die Türkei bei einem Gipfeltreffen in Teheran damit gescheitert, die Syrien-Verbündeten Russland und Iran von einer Waffenruhe in Idlib zu überzeugen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte am Freitagabend auf Twitter geschrieben: "Wenn die Welt vor der Tötung Zehntausender unschuldiger Menschen beide Augen zudrückt, um den Interessen des Regimes zu dienen, werden wir weder von der Seitenlinie zuschauen noch ein solches Spiel mitspielen".

Die Türkei habe in Teheran klargemacht, dass Methoden, die keine Rücksicht auf das Leben von Zivilisten nähmen, nur den "Terroristen" in die Hände spielten, schrieb Erdoğan. Die Idlib-Frage müsse "im Geist von Astana" gelöst werden, ohne Schmerz, neue Spannungen und mehr Leiden zu erzeugen.

Die Türkei fürchtet eine Flüchtlingswelle aus Idlid, wo rund drei Millionen Menschen leben. Nach ihrer Niederlage in anderen Landesteilen waren viele Aufständische und ihre Familien nach Idlib gebracht worden.

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