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Das russische Team verteidigt an den Europameisterschaften der Frauen in Glasgow seinen Titel erfolgreich. Angeführt von Angelina Melnikowa holen die Russinnen vor Frankreich und der Niederlande Gold.

In der mit gut 6000 Zuschauern nahezu ausverkauften SSE-Hydro-Arena in Glasgow waren die Russinnen eine Klasse für sich. Als einziges der acht Teams kam der Titelverteidiger ohne groben Fehler durch sein Programm und holte mit 165,195 Punkten nach 2000, 2002, 2010 und 2016 zum fünften Mal den EM-Titel mit der Mannschaft.

Frankreich, das die Qualifikation auf Rang 1 beendete hatte, erkämpfte sich dank der herausragenden Melanie de Jesus dos Santos die Silbermedaille. Die 18-Jährige aus Martinique zeigte einen nahezu perfekten Mehrkampf und kompensierte damit die Stürze von Lorette Charpy am Schwebebalken und am Boden sowie von Marine Boyer am Schwebebalken. Am Ende wiesen die EM-Dritten von 2016 mehr als vier Punkte Rückstand auf Russland auf.

Bronze sicherte sich die von der Schwebebalken-Olympiasiegerin Sanne Wevers angeführte Niederlande, die Gastgeber Grossbritannien auf Platz 4 verwies. Belgien, das die Qualifikation überraschend im 3. Rang beendet hatte, verzichtete auf einen Start. Teamleaderin Nina Derwael plagt sich mit einer Knöchelverletzung herum und schonte sich für die Gerätefinals vom Sonntag, in denen sie am Stufenbarren und am Schwebebalken um die Medaillen kämpft.

Ersetzt wurde Belgien im Final durch Italien, das Rang 6 belegte. Bei den Italienerinnen kam Giada Grisetti an drei von vier Geräten zum Einsatz. Die 18-jährige, in Giubiasco geborene Doppelbürgerin hatte bei den Juniorinnen noch für die Schweiz geturnt.

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SDA-ATS