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Russlands Väterchen Frost leidet unter Wirtschaftsflaute

Väterchen Frost folgt einem Kind in St. Petersburg: In Russland werden wegen gesunkenem Realeinkommen weniger Samichläus gebucht. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/DMITRY LOVETSKY

(sda-ats)

Auch Russlands weihnachtliche Kultfigur Väterchen Frost bekommt die angespannte Wirtschaftslage zu spüren. Die Nachfrage nach Männern, die als Weihnachtsmann verkleidet Familien besuchen und Geschenke an die Kinder verteilen, ist in diesem Jahr stark gesunken.

Das berichtete die Zeitung "Iswestija" in Moskau unter Berufung auf Event-Agenturen. Grund sei das durchschnittlich gesunkene Realeinkommen der Russen. Im November lag es laut Statistikamt Rosstat 5,6 Prozent tiefer als im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig wollten deutlich mehr Männer einen Job als Väterchen Frost. In den vergangenen Jahren hätten sich in erster Linie junge Schauspieler um den Job beworben, zitiert "Iswestija" eine Agentur. In diesem Winter hingegen gebe es Bewerbungen von Männern aller Berufe und Altersklassen.

Der Job als Väterchen Frost sei beliebt, weil die Bezahlung verhältnismässig hoch und die Aussicht auf Trinkgeld gross sei. In Moskau verdienen die Männer demnach bis zu 2000 Rubel (rund 33 Franken) pro Auftritt.

Viele Eltern buchen die verkleideten Männer für die Silvesternacht, wenn in Russland traditionell die Geschenke übergeben werden. Sie treten aber auch schon vorher auf Weihnachtsmärkten und grossen Veranstaltungen auf. Meist werden sie dabei von ihrer Gehilfin Schneeflöckchen ("Snegurotschka") begleitet.

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