Sébastien Buemi bekundet beim zweiten Lauf der Formel-E-Meisterschaft in Marrakesch Pech. Nach einer Beinahe-Kollision kurz nach dem Start belegt der 30-jährige Westschweizer am Ende den 8. Rang.

Nach einem gelungenen Qualifying war Buemi von Startposition 4 aus ins Rennen gegangen, doch die gute Ausgangslage war bereits nach der ersten Kurve dahin. Nach einem Dreher von Titelverteidiger Jean-Eric Vergne musste Buemi einen grossen Bogen machen, um eine Kollision mit dem Franzosen zu verhindern.

Nach dem Umweg reihte sich der Schweizer erst als 13. wieder ein, er machte danach - auch dank der zusätzlichem Energie des FanBoosts (wird während des Rennens in einem Internet-Voting bestimmt) - noch fünf Plätze gut und fuhr erneut in die Punkteränge. Beim Saisonauftakt in Saudi-Arabien hatte Buemi, der nach dem Ausstieg von Renault aus der Formel E in diesem Jahr fürs Nachfolgeteam Nissan an den Start geht, den 6. Rang belegt.

Vergne, der nach seinem Dreher an den Schluss des 22 Fahrer umfassenden Feldes zurückgefallen war, wurde nach einer starken Aufholjagd in Marokko noch Fünfter.

Den Sieg in Marrakesch schnappte sich der frühere belgische Formel-1-Fahrer Jérôme D’Ambrosio, der von einem Doppelausfall von BMW profitierte. Der Portugiese Antonio Felix Da Costa, Mitte Dezember Sieger beim ersten Saisonrennen, und sein britischer Markenkollege Alexander Sims steuerten einem ungefährdeten Doppelsieg entgegen, ehe sie sich rund zehn Minuten vor dem Rennende gegenseitig abschossen.

Der Unfall löste eine lange Safety-Car-Phase aus, so dass nur noch eine Runde gefahren werden konnte. In dieser liess sich D’Ambrosio seinen dritten Sieg in der Formel E nicht mehr nehmen. Er setzte sich knapp vor dem Niederländer Robin Frijns und Pole-Mann Sam Bird durch. Nach seinem 3. Rang beim Saisonauftakt übernahm D’Ambrosio mit nunmehr 40 Punkten sogleich auch die Führung in der Gesamtwertung.

Das nächste Rennen findet in zwei Wochen in Santiago de Chile statt. Am 22. Juni gastiert die Formel E in Bern.

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