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Zürich - Die Wirtschafts- und Finanzkrise macht sich am Opernhaus Zürich bemerkbar: In der Saison 2009/2010 erwirtschaftete das Kulturinstitut ein Defizit von knapp 5 Millionen Franken. Letztmals wurde ein Minus in der Saison 2002/2003 ausgewiesen.
Das Defizit von 4,92 Millionen Franken resultiert aus einem Gesamtaufwand von 134,66 Millionen Franken und Erträgen von 129,73 Millionen, wie die Verantwortlichen am Donnerstag vor den Medien in Zürich ausführten.
Gemäss Verwaltungsratspräsident Josef Estermann haben mehrere Faktoren den Fehlbetrag verursacht: Wegen der Wirtschaftskrise gingen die Vorstellungseinnahmen zurück, ebenso die Sponsorenbeiträge. Zudem mussten zusätzliche 800'000 Franken Rückstellungen für Ferienguthaben und Überzeiten gebildet werden.
Des weiteren fielen Mehrkosten von 2,2 Millionen Franken im künstlerischen Bereich an. Für einmal sei die sogenannte Vorwärtsstrategie - teure Künstler sorgen für hohe Einnahmen - jedoch nicht aufgegangen, sagte Estermann.
Auf Vorstellungsbesuche und Einnahmen habe sich zudem die seit bald zwei Jahren bestehende Baustelle vor dem Opernhaus ausgewirkt. Als Indiz dafür sehen die Verantwortlichen den Rückgang der Umsätze im Bankettbereich von 1,3 Millionen Franken in der Saison 2006/07 auf 673'000 Franken.
Intendant Alexander Pereira macht bei gewissen Besuchern gar eine "psychologische Abwehrreaktion" wegen der Baustelle aus. Langfristig gesehen werde die neue Platzgestaltung mit dem Parkhaus Opéra jedoch die Attraktivität steigern, meinte er.
Nun gelte es, die Schwierigkeiten im Opernhaus abzufedern, um so dann auch seinem seinem Nachfolger Andreas Homoki (ab Saison 2012/2013) eine "faire Chance" zu geben.
Abfedern soll die finanziellen Schwierigkeiten insbesondere der Kanton Zürich - beispielsweise "mit 2 Millionen Franken aus dem interkantonalen Kulturlastenausgleich", wie Estermann ausführte.
Insgesamt besuchten 247'275 zahlende Besucher eine der 345 Opernhaus-Veranstaltung. Daraus resultierten Einnahmen von 32,83 Millionen Franken. Im Vorjahr kamen 249'319 Besucherinnen und Besucher. Es wurden 346 Anlässe durchgeführt. Dabei nahm man 33,81 Millionen Franken ein.

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SDA-ATS