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Saisonende bei Bau und Tourismus lässt Arbeitslosigkeit steigen

Die Ende der Saison im Baugewerbe und im Tourismus hat die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ansteigen lassen: Die Arbeitslosenquote stieg von 3,0 Prozent im September auf 3,1 Prozent im Oktober. Die saisonbereinigte Quote blieb stabil bei 3,2 Prozent.

Insgesamt waren laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) Ende Oktober 132'397 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben. Das sind 2432 mehr als im Vormonat, aber 1046 weniger als vor einem Jahr.

Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen aus der Tourismusbranche stieg im Vergleich zum September um fast 2000 an, in der Baubranche stieg sie um über 1000, wie Boris Zürcher, Leiter Direktion für Arbeit beim Seco, am Freitag an einer Telefonkonferenz sagte. Im Baugewerbe fiel die Zunahme zudem auch im Vergleich zum Vorjahr stärker aus.

Vor allem ältere Ausländer betroffen

Der übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Ende des Sommers traf vor allem ältere Ausländer, deren Anteil im Bau- und Gastgewerbe besonders hoch ist. Die Zahl der arbeitslosen Ausländer schoss gegenüber September um 4,8 Prozent in die Höhe, während die Zahl der arbeitslosen Schweizer um 0,5 Prozent abnahm.

Im Jahresvergleich resultierte zwar bei beiden Zahlen eine Abnahme, allerdings fiel diese bei den Ausländern mit 0,4 Prozent schwächer aus.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen stieg gegenüber dem Vormonat um 2,1 Prozent an, gegenüber Oktober 2013 sogar um 2,3 Prozent. Auch nahm deren Anteil an den Langzeitarbeitslosen zu, wie Zürcher ausführte.

Generell ist die Arbeitslosendauer bei den über 50-Jährigen erhöht: Zürcher zufolge dauert es für ältere Arbeitslose im Durchschnitt 10,5 Monate, bis sie wieder eine Arbeit finden. Die durchschnittliche Dauer über alle Alterskategorien beträgt derweil nur 7 Monate. Bei den Jugendlichen sind es rund 3 Monate.

Sinkende Jugendarbeitslosigkeit

Nachdem die Jugendarbeitslosigkeit nach dem Ende des Schul- und Lehrjahres im August angestiegen war, fand im Oktober bereits ein Teil der 15- bis 24-jährigen Arbeitslosen eine Anstellung oder eine Anschlusslösung. Es sei üblich, dass sich die Jugendarbeitslosigkeit im Herbst und Winter Jahr wieder abbaue, erklärte Zürcher.

Weiter rückläufig entwickelt sich zudem die abgerechnete Kurzarbeit: Im August sank die Zahl der betroffenen Personen um 13 Prozent auf 927. Ausserdem gab das Seco die Anzahl der Aussteuerungen bekannt: Im August verloren 2704 Personen ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung und werden künftig in der Statistik des Seco nicht mehr mitgezählt.

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