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Unter dem Vorwurf von Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat ein spanischer Richter internationale Haftbefehle gegen einen früheren salvadorianischen Verteidigungsminister und 19 ranghohe Offiziere des mittelamerikanischen Landes erlassen.

Ihnen werde die Tötung von sechs Jesuiten und zwei weiteren Personen während des salvadorianischen Bürgerkriegs 1989 vorgeworfen, teilte Richter Eloy Velasco am Montag in Madrid mit. Er ermittelte nach einer Klage von zwei Menschenrechtsorganisationen seit 2009.

Unter den Beschuldigten sind der frühere Verteidigungsminister Rafael Humberto Larios und der am 2. Mai verstorbene frühere Verteidigungsminister und Heeresgeneral René Emilio Ponce. Velasco beruft sich auf das Prinzip der grenzüberschreitenden Strafverfolgung.

Die Jesuiten - fünf davon waren Spanier - wurden 1989 mit ihrer Haushälterin und deren Tochter getötet. Die an der von Jesuiten geleiteten Universidad Centroamericana tätigen Geistlichen standen im Verdacht, mit linksgerichteten Rebellen sympathisiert zu haben.

Sie und insbesondere Universitätsrektor Ignacio Ellacuría hätten führend auf Verhandlungen zwischen der von den USA unterstützten salvadorianischen Regierung und den Rebellen gedrungen, sagte Richter Velasco. "Das war das fundamentale Motiv für die Tötung", erklärte er.

Laut dem Bericht einer UNO-Wahrheitskommission aus dem Jahr 1992 ordnete Ponce die Tötung der Geistlichen an. Ermittlungen des US-Kongresses ergaben, dass die Opfer am 16. November 1989 aus ihren Betten geholt und von Soldaten erschossen wurden.

Der Fall und die Tatsache, dass einige der beteiligten Soldaten in den USA ausgebildet worden waren, löste international Empörung aus. Der Bürgerkrieg dauerte zwölf Jahre, rund 75'000 Menschen kamen ums Leben.

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SDA-ATS