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Sappi-Papierfabrik in Biberist wird teilweise geschlossen

Die Papierfabrik Sappi in Biberist SO stellt eine von insgesamt drei Papiermaschinen per Ende Juli ein. 134 Mitarbeiter verlieren den Job. In zwei Monaten entscheidet sich die Zukunft von weiteren 400 Mitarbeitern. Ein neuer Investor muss gefunden werden.

Wie der Verwaltungsrat von Sappi Schweiz AG am Donnerstag mitteilte, wird die Produktion von gestrichenem Grafikpapier am Standort Biberist definitiv gestoppt. Die zwei anderen Papiermaschinen, auf denen ungestrichene Papiere hergestellt werden, bleiben noch für zwei Monate in Betrieb.

Dies soll es ermöglichen, einen neuen Investor zu finden - sonst wird die Fabrik geschlossen. Auf den Maschinen könnten alternative Papierprodukte hergestellt werden, hält Sappi in einer Medienmitteilung fest.

Kündigungen per Ende Mai

Mit der Teilschliessung der traditionellen "Papieri" verlieren 134 Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz. Die Betroffenen erhalten per Ende Mai die Kündigung. Es bestehe ein Sozialplan. Gemäss Sappi werden nach der Teilschliessung in Biberist noch 397 Personen beschäftigt sein.

Das Aus für die Produktion von gestrichenem Grafikpapier begründete das zum südafrikanischen Mutterkonzern gehörende Werk mit den sich verschlechternden Marktbedingungen und dem andauernden Anstieg der Rohstoffkosten.

Sappi versicherte, man suche weiter nach Möglichkeiten für den Verkauf oder für andere industrielle Nutzungsmöglichkeiten des Werkes. Mit Unterstützung des Solothurner Regierungsrates werde bis Ende Juli über die Möglichkeit für die Zukunft der verbleibenden Mitarbeitenden entschieden.

Verpackungspapier als Hoffnung

Ende März hatte Sappi die Schliessung des Standorts Biberist in Aussicht gestellt. Nach der sechs Wochen dauernden Konsultationsphase hatten die Arbeitnehmervertretungen Anfang Woche Vorschläge zur Weiterführung der Papierfabrik präsentiert.

Sie schlugen vor, auf die Produktion von Verpackungspapier wie Faltschachtelkarton umzustellen. Der Bedarf an Verpackungspapier sei nicht gedeckt, hiess es.

Ein neuer Investor muss die Produktion in jedem Fall neu ausrichten. Der südafrikanische Mutterkonzern Sappi verhängte für den Standort Biberist ein Herstellungsverbot von gestrichenem Papier. Als Grund nannte das Unternehmen die Überkapazitäten im weltweiten Papiermarkt.

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