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Saudi-Arabiens Aussenminister Adel al-Dschubair hält einen Rückzug von Syriens Präsident Baschar al-Assad für unumgänglich. "Der Ausgang in Syrien ist vorherbestimmt. Baschar al-Assad wird es in der Zukunft nicht mehr geben", sagte Dschubair.

"Es kann sich um drei Monate handeln, um sechs Monate oder um drei Jahre - aber er wird nicht mehr Verantwortung für Syrien tragen" sagte Dschubair in einem Interview, das am Samstag im "Tages-Anzeiger" und der "Süddeutschen Zeitung" erschien. "Ein Mann, der 300'000 Menschen ermordet, 12 Millionen vertrieben und ein Land zerstört hat, wird in Syrien keine Zukunft haben."

Assad selbst kündigte in einem kurz zuvor veröffentlichten Interview an, ganz Syrien zurückerobern zu wollen.

Die USA und Russland hatten in der Nacht zum Freitag vereinbart, sich für eine Waffenruhe zwischen der syrischen Regierung und der gemässigten Opposition binnen einer Woche einzusetzen. Die Angriffe auf die Extremistenmiliz Islamischer Staat und den Al-Kaida-Ableger Nusra-Front sollen dagegen fortgesetzt werden.

Warnung an Putin

Dschubair warnte Russlands Präsident Wladimir Putin vor den Folgen seiner Unterstützung für die syrische Regierung. "Wir haben die Russen darauf aufmerksam gemacht, dass sie zum Kombattanten eines Religionskrieges werden, wenn sie an der Seite Assads und Irans in diesen Konflikt eingreifen. Das ist sehr, sehr gefährlich."

In Russland lebten 20 Millionen sunnitische Muslime. "Will das Land den Eindruck erwecken, dass es an der Seite von Schiiten gegen Sunniten kämpft? Russland hat nichts davon." Seit fünf Monaten sei das Ziel Russlands die moderate Opposition, nicht der IS oder die Nusra-Front.

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SDA-ATS