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Die Ausgangslage der Schweizer Bundesliga-Profis ist uneinheitlich.

Sie reicht von der komplizierten Angelegenheit bis zum Status der klubeigenen Galionsfigur. Ein Round-up vor dem Meisterschaftsstart.

Im letzten Sommer standen 23 Schweizer auf der Payroll der 18 Bundesligisten, aktuell sind es noch 17 Professionals mit SFV-Hintergrund. Vor drei Jahren war statistisch keine ausländische Nation stärker im Land des vierfachen Weltmeisters vertreten. Ihren quantitativen Top-Status haben die Spieler mit dem roten Pass eingebüsst, Österreichs üppige Fraktion ist mittlerweile 30-köpfig.

An Volumen hat die Gruppe aus der Schweiz verloren, an Qualität hingegen nicht. Der Fundus an internationaler Erfahrung ist beträchtlich. Die Mehrheit hat diverse EM- und WM-Turniere gespielt. In corpore bringen die Akteure 1343 Bundesliga-Partien auf den Platz. Einzig Gregor Kobel (20), der Jüngste und derzeitige Stammgoalie der Schweizer U21-Auswahl, erhielt in Hoffenheim noch keine Einsatzminute in der Meisterschaft, wurde aber schon auf europäischer Ebene für die TSG nominiert.

Schwegler und Lustenberger - zwei Schweizer Grössen

Zwei Protagonisten sind regelrechte Saurier der Szene. Hannovers Mittelfeldstratege Pirmin Schwegler ist seit 2006 in Deutschland tätig und bei 235 Bundesliga-Partien angelangt. "Echt stolz" mache ihn die Marke, sagt Schwegler zur Nachrichten-Agentur Keystone-SDA. "Vielleicht schaffe ich sogar noch den Schweizer Rekord. Das wäre schon Wahnsinn." Er möge die Art, wie der deutsche Fussball gelebt werde. "Ich habe hier einfach meine Aufgabe gefunden."

Fabian Lustenberger bereitet sich auf die zwölfte Saison mit Hertha Berlin vor. Der Luzerner hat in der Hauptstadt alle Facetten erlebt - die Blütezeit unter Lucien Favre, die Depression nach zwei Abstürzen in die 2. Liga, triumphale Comebacks und einen DFB-Halbfinal.

Lustenberger arbeitete während seiner Ära bei der unsteten Hertha bereits mit zehn verschiedenen Trainern zusammen. "Zehn? Wirklich? Die Zahl hatte ich so gar nicht im Kopf", lacht er im Gespräch mit Keystone-SDA. Und er lernte zuletzt immer "mehr junge Spieler kennen, die sportlich schon weiter sind und eine andere Mentalität pflegen. Die sozialen Strukturen haben sich im Teamsport verändert".

Es sei im Vergleich zum Anfang seiner Karriere in der deutschen Metropole viel mehr Geld im Umlauf. "Für einen Spieler, der früher vier, fünf Millionen kostete, legen die Klubs heute 15 bis 20 Millionen aus. Das prägt das Business", meldet der hinter Münchens Franck Ribéry dienstälteste Liga-Vertreter. Er lasse sich deswegen nicht verformen. Auch mit seiner momentan nicht klar definierten Rolle geht er im letzten Vertragsjahr unaufgeregt um. "Ich habe eine gewisse Gelassenheit. Wenn ich mal Ersatz bin, stelle ich nicht gleich meine Karriere infrage."

Dortmunds Top-Goalie-Duo

Borussia Dortmund, hinter Liga-Primus Bayern München der umsatzstärkste Verein, setzt mehr denn je auf Exporte aus dem südlichen Alpenland. Roman Bürki und Marwin Hitz bilden das kompetitivste Keeper-Duo der Liga, dem 23-jährigen Ex-Basler Manuel Akanji trauen verschiedene Experten eine erstklassige internationale Karriere zu.

An der Seitenlinie des schwarz-gelben Ruhrpott-Riesen gibt neu einer die Leitplanken vor, der als spannendster Taktiker der Schweiz gilt: Lucien Favre, 60 Jahre alt - ein Coach, der während seiner Karriere fast alle Teams und Spieler besser gemacht hat.

Schweizer Fohlen-Filiale

Am Niederrhein, bei der um eine Nuance kleineren Borussia, stehen die Schweizer noch höher im Kurs. Zum Kader von Mönchengladbach zählen fünf WM-Achtelfinalisten. Yann Sommer ist im Wortsinn die Nummer 1 des Quintetts. Das "Kicker-"Magazin positionierte ihn im aktuellen Goalie-Ranking zuoberst; seit der ersten Erhebung vor drei Dekaden ist Sommer der zweite Ausländer nach Leipzigs Peter Gulacsi, dem diese Ehre zuteil wurde.

Im Borussia-Park schlummert viel SFV-Potenzial. Nico Elvedi und Denis Zakaria, die beiden 21-jährigen Talente, haben die besten Jahre ihrer interessanten Laufbahn noch vor sich. Anders präsentiert sich die Ausgangslage für Josip Drmic: Der oft verletzte Stürmer hat schwierige Vereinsjahre, aber eine überraschend gute WM hinter sich.

Eine Chefrolle ist für den Liga-Debütanten Michael Lang vorgesehen - der zweifache Meister-Verteidiger verletzte sich allerdings wenige Wochen nach seinem Transfer von Basel zu Gladbach am Knie; sein Einstand im Fohlen-Shirt ist gleichwohl absehbar, der Offensiv-Verteidiger absolviert bereits intensive Laufrunden.

Offensivabteilung unter Beobachtung

Die Endrunde in Russland verpasste er wegen gerissener Fussbänder, in der Wolfsburger Vorbereitung machte Admir Mehmedi dann aber dezidiert auf sich aufmerksam. Es brauche noch ein bisschen Zeit, "bis man endlich sieht, wozu der Mehmedi fähig ist". Ein Routinier, eine Ansage. 27 Treffer, einen weniger als alle übrigen Schweizer ausser Drmic (29 Tore) zusammen, markierte er innerhalb von fünf Spielzeiten in Freiburg, Leverkusen und bei der zuletzt schwer enttäuschenden Werkself von VW.

Breel Embolo überzeugte bei Schalke in den letzten 24 Monaten nie restlos. Körperliche Rückschläge und Ungeduld belasteten den ehemaligen Königstransfer. Nun muss der bullige und teure Stürmer angreifen. Ansonsten wird der ambitionierte Champions-League-Teilnehmer den internationalen Markt sondieren.

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SDA-ATS