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Die SBB-Geschäftsleitung hat im August beim Bundesamt für Verkehr (BAV) um mehr Mittel für den Schienenunterhalt gebeten. Das Schienennetz ist gemäss neuen Tests in deutlich schlechterem Zustand als bisher angenommen. Das BAV lehnte vorerst ab, da noch zu viele Unklarheiten vorhanden seien.

In einem Brief an SBB-Chef Andreas Meyer, der der Nachrichtenagentur sda vorliegt, hält das BAV fest, dass die Ursache der Schäden noch zu wenig klar sind. Gleiches gilt für die zu ergreifenden Massnahmen und allfällige finanzielle Folgen. Der Brief vom August wurde zuerst im Fachmagazin "Schweizer Eisenbahn-Revue" und am Mittwoch auszugsweise in der "Aargauer Zeitung" publiziert.

Im Brief hält das BAV fest, dass mögliche Finanzierungsoptionen diskutiert werden könnten, sobald die Geschäftsleitung der SBB eine neue Unterhaltsstrategie für die Infrastruktur verabschiedet habe und gefestigte Analysen zu den Ursachen der Schäden vorlägen.

Aktueller Netz-Bericht gefordert

Zusätzlich müsse die SBB darüber informieren, welche Aussagen im Netzzustandsbericht 2012 nicht mehr inhaltlich richtig seien. Der Bericht dient dem BAV als verbindliches Dokument für die Beurteilung des Anlagezustands. In der aktuellen Ausgabe, die dem Bundesamt im April 2013 zugestellt wurde, seien noch keine Hinweise zu finden, dass im Unterhalt der Fahrbahn gravierende Probleme bestünden.

SBB-Sprecher Christian Ginsig wollte sich zu dem Brief nicht äussern. Hingegen erklärte er den zusätzlichen Finanzbedarf: Dass das Schienennetz in einem schlechteren Zustand sei, als bisher angenommen, sei der SBB erst nach Herausgabe des letzten Netzzustandsberichtes klar geworden.

Dies aufgrund eines neuen Ultraschall-Messfahrzeuges, mit dem beispielsweise Risse im Innern der Gleise erkannt werden können. Durch die genauere Diagnose konnten Schäden aufgedeckt werden, die bislang noch nicht bekannt waren.

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SDA-ATS