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Das Irische Evangeliar von St. Gallen gehört zu den schönsten irischen Manuskripten des Frühmittelalters.

St. Galler Stiftsbibliothek

(sda-ats)

Die neue Ausstellung in der St. Galler Stiftsbibliothek ist der irischen Buchkunst des Frühmittelalters gewidmet. Aus dem Besitz des Klosters St. Gallen werden Handschriften und Fragmente aus dem 7. bis 12. Jahrhundert gezeigt.

St. Gallen und Irland verbinde eine alte und besondere Geschichte, heisst es in der Mitteilung der St. Galler Stiftsbibliothek vom Dienstag.

Davon gebe es zahlreiche Überbleibsel: So sind ein Dutzend irischer Handschriften und Fragmente aus dem 7. bis 12. Jahrhundert erhalten geblieben. Dazu kommt eine ganze Reihe weiterer irischer Spuren in St. Galler Handschriften.

Bildungsaufschwung aus Irland

Im 4. bis 6. Jahrhundert hatte sich in Irland eine christliche Hochkultur entwickelt, die stark von einem asketischen Mönchstum geprägt war. Einer der wichtigsten Vertreter war Kolumban von Luxeuil, der Lehrer des St. Galler Klostergründers und Namensgebers Gallus.

In der Zeit von Karl dem Grossen fand danach von Irland aus ein Bildungsaufschwung statt. Zahlreiche irische Gelehrte hätten die Wissenschaft auf dem Festland gepflegt, heisst es in der Mitteilung. Dies sei in der Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek gut sichtbar.

In der Ausstellung präsentiert wird etwa das 780 entstandene Irische Evangeliar, das als eines der schönsten irischen Manuskripte des Frühmittelalters gilt. Durch die Jahrhunderte erhalten geblieben ist auch eine Liste von Büchern in irischer Schrift im ältesten St. Galler Bibliothekskatalog, abgefasst zwischen 860 und 870.

Die Ausstellung beginnt am 13. März und dauert bis zum 4. November. Sie wird von öffentlichen Vorträgen begleitet.

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SDA-ATS