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Tel Aviv - Der Iran wird nach Einschätzung des scheidenden Direktors des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad nicht vor 2015 eine Atombombe besitzen. Dieser Zeitpunkt könne sich gar weiter verzögern, falls der Druck des Westens anhalte, sagte Meir Dagan am Donnerstag bei der Amtsübergabe einem Parlamentsausschuss.
Dagan riet ausserdem zum gegenwärtigen Zeitpunkt von einem Angriff auf die iranischen Atomanlagen ab, wie israelische Medien und die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag unter Berufung auf eine Mitschrift von Dagans Aussagen berichteten. Ein Angriff auf den Iran sei nur ratsam, falls Israel angegriffen werde oder direkter Gefahr ausgesetzt sei.
Israel und der Westen verdächtigen die Führung in Teheran, unter dem Deckmantel ziviler Forschung Atomwaffen bauen zu wollen. Die iranische Führung bestreitet das.
Für die Verzögerungen im iranischen Atomprogramm machte der scheidende Mossad-Chef technische Schwierigkeiten sowie die vom Westen ergriffenen Massnahmen und Sanktionen verantwortlich.
Israel und die USA haben Angriffe auf die im Iran verstreuten und befestigten Atomeinrichtungen nicht ausgeschlossen. Die israelische Luftwaffe gilt jedoch als nicht stark genug, um iranische Atomanlagen im Alleingang zu zerstören.
EU lehnt Einladung abDie EU will die Besichtigung iranischer Nuklearanlagen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA überlassen. Die Aussenbeauftragte Catherine Ashton dankte Teheran am Freitag in Budapest für die Einladung, stellte jedoch klar, dass eine Inspektion Aufgabe der IAEA sei.
Im Vorfeld der neuen Verhandlungsrunde der Sechsergruppe (UN-Vetomächte und Deutschland) mit Teheran in Istanbul Ende des Monats sei der Iran auch Thema beim Treffen mit dem ungarischen Aussenminister Janos Martonyi gewesen, sagte Ashton weiter.
Teheran hatte Anfang der Woche Ungarn als EU-Ratsvorsitzenden sowie andere ausgewählte Staaten, unter anderem Russland, China und Kuba, zu einer Besichtigung seiner Atomanlagen eingeladen und dafür den 15. und 16. Januar vorgeschlagen.

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SDA-ATS