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Nach einer Schiesserei in einem Moskauer Gericht wird ein Verletzter abtransportiert

Keystone/AP Moscow News Agency/ANDREY NIKERICHEV

(sda-ats)

In einem Moskauer Gericht haben sich fünf Angeklagte eines spektakulären Mordprozesses nach Behördenangaben eine Schiesserei mit dem Wachpersonal geliefert. Dabei wurden drei Angreifer getötet und zwei schwer verletzt.

Das teilte das Staatliche Ermittlungskomitee am Dienstag mit. Die gefesselten Angeklagten waren den Angaben zufolge in einem Lift des Moskauer Gebietsgerichts, als sie zwei Wachleute angriffen. Sie konnten sich befreien und den Beamten die Waffen entreissen.

Beim Halt auf der nächsten Etage schossen die Angeklagten demnach auf weitere Sicherheitsleute. In dem Feuergefecht wurden auch mehrere Wachleute verletzt, wie russische Agenturen meldeten.

Die Angreifer gehörten zu einer Bande, die von 2012 bis 2015 im Umland der russischen Hauptstadt 17 Autofahrer getötet haben soll. Wie Medien berichteten, nannte sich die Gruppe GTA nach dem Videospiel "Grand Theft Auto" und verbreitete nachts Angst und Schrecken auf den Strassen bei Moskau.

Die Verbrecher hätten Autos gewaltsam gestoppt, die Fahrer ermordet und ausgeplündert. Der Kopf der Bande wurde bereits bei der Festnahme getötet, vor Gericht standen neun mutmassliche Mitglieder.

In russischen Gerichten wird üblicherweise sehr streng auf Sicherheit geachtet. In vielen Prozessen müssen die Angeklagten während der Verhandlung in Käfigen oder hinter Glas sitzen.

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SDA-ATS