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Schlepper läuft auf berüchtigtes Riff und verliert Kraftstoff

Dieser Inhalt wurde am 25. Dezember 2009 - 18:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Los Angeles - Zwei Jahrzehnte nach der Ölpest der "Exxon Valdez" an der Südküste Alaskas hat sich an derselben Stelle erneut ein Schiffsunglück ereignet: Der Schlepper "Pathfinder" lief am Mittwoch im Prinz-William-Sund auf ein Riff auf und verlor eine grosse Menge Kraftstoff.
Das teilte die US-Küstenwache mit. Insgesamt hatte der Schlepper 127'000 Liter Diesel in seinen Tanks. Wieviel genau auslief, stand zunächst nicht fest. Die Arbeiten zum Abpumpen des verleibenden Kraftstoffs sollten am Freitag abgeschlossen werden.
Im Sund war nach Angaben der Küstenwache auf einer Fläche von fünf Kilometern Länge und 30 Metern Breite ein Ölfilm zu erkennen. Ein Sprecher des Schiffseigners Crowley Maritime Service sagte, er könne es nicht fassen, dass die Besatzung "das vielleicht berühmteste Navigationshindernis der Welt" - das Bligh Riff - habe rammen können.
Nach Informationen der Zeitung "Anchorage Daily News" wurde die Besatzung des "Pathfinder" einem Alkoholtest unterzogen. Das Ergebnis entlastete sie jedoch.
Am 24. März 1989 war der Öltanker "Exxon Valdez" auf das Bligh Riff aufgelaufen. In der Folge kam es zur schlimmsten Ölpest in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Rund 50'000 Tonnen Öl verseuchten damals die Küste im Süden Alaskas auf einer Länge von fast 2000 Kilometern.

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