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Bei überraschendem Schneefall sind mindestens 21 Bergsteiger auf einer Himalaya-Tour in Nepal ums Leben gekommen. 12 Ausländer und neun einheimische Führer seien überrascht worden, als am Dienstag plötzlich ein Schneesturm am 8091 Meter hohen Himalaya-Riesen Annapurna aufzog, hiess es.

Nach Angaben der nepalesischen Rettungskräfte vom Mittwoch stammen die ausländischen Todesopfer aus Polen, Israel, Kanada, Vietnam und Indien. 60 weitere Wanderer seien gerettet worden. Sie wurden ins nahe gelegene Jomsom-Spital gebracht.

Zudem sei der Kontakt zu mehr als hundert Bergsteigern abgerissen, hiess es weiter. "Zu einigen konnten wir keinen Kontakt herstellen, weil die Telefonverbindungen durch den heftigen Regen und Schnee in der Region unterbrochen waren", sagte der örtliche Behördensprecher Devendra Lamichanne.

Er habe aber erfahren, dass sich die meisten auf dem Rückweg befänden. Einsatzkräfte seien auf dem Weg, um den Wanderern zu helfen.

Die zwei- bis dreiwöchige Annapurna-Runde gehört zu den Himalaya-Klassikern, vor allem im Frühjahr und jetzt im Oktober sind zahlreiche Wanderer darauf unterwegs. Als das Wetter umschlug, waren nach offiziellen Angaben gerade 168 Wanderer auf dem Weg zum Thorang-Pass (5416 Meter), dem höchsten Punkt der Route.

Schweizer in Sicherheit

Auch eine zehnköpfige Schweizer Gruppe befand sich in dem Gebiet. Die Bergsteiger seien aber in Sicherheit und sollen in den nächsten Tagen aus der Region ausgeflogen werden, teilte der Reiseveranstalter Globetrotter am Mittwoch mit.

Unklar blieb bis zum Abend (Ortszeit), wie viele Menschen noch vermisst werden. Die Behörden bestätigten, dass aus dem Basislager des Dhaulagiri drei nepalesische Bergsteiger und zwei slowenische Touristen vermisst würden. Acht Slowenen seien von dort gerettet worden.

Örtliche Medien zeigten Bilder von Soldaten, die mit ihren Helikoptern Verletzte ausflogen. Die toten Wanderer, die zwischen den Dörfern Kangla und Fu gefunden wurden, hätten unter einer dicken Schneedecke gelegen, sagte Lamichanne der nepalesischen Zeitung "República". "Es ist unklar, ob sie wegen des Schneefalls starben oder von einer Lawine fortgerissen wurden."

Drei Tote am Vortag

Der Wintereinbruch ist für diese Jahreszeit sehr ungewöhnlich und hängt laut Meteorologen mit dem Zyklon "Hudhud" zusammen, der vor einigen Tagen auf Indien traf.

Schon am Vortag hatte eine Lawine drei nepalesische Yak-Hirten im Distrikt Manang davongerissen. Zwei von ihnen konnten nach offiziellen Angaben nur noch tot geborgen werden, der dritte sei noch nicht gefunden worden.

In diesem Jahr haben sich bereits mehrere schwere Unfälle im Himalaya ereignet. Ein gigantischer Eisfall am Mount Everest, dem höchsten Berg der Welt, kostete im April 16 Nepalesen das Leben. Und erst vor drei Wochen starben ein 35-Jähriger aus München und sein Expeditionskollege aus Italien bei einem Rekordversuch am Achttausender Shisha Pangma.

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SDA-ATS