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Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat sich mit seinem dreitägigen Besuch in Mexiko zufrieden gezeigt. Die Gespräche mit den verschiedenen Ministern seien gut gewesen. Auch Probleme wie Bürokratie, Unsicherheit oder Korruption seien zur Sprache gekommen.

Seine Ziele habe er erreicht, sagte der Wirtschaftsminister zum Abschluss seiner Reise am Samstag vor Schweizer Medien in Toluca, wo er die Nestlé-Schokoladenfabrik besuchte. Als Ziele hatte sich Schneider-Ammann gesetzt, die Beziehungen zwischen den Ländern zu pflegen und persönliche Kontakte mit den Ministern der neuen Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto zu knüpfen.

Bürokratie, Gewalt, Korruption

Schneider-Ammann traf sich mit den mexikanischen Ministern für Wirtschaft, Arbeit, Bildung sowie mit dem Vize-Aussenminister. Dabei habe er ein weiteres Ziel erreicht, nämlich Türen für die mitgereiste Schweizer Wirtschaftsdelegation zu öffnen.

Diese konnte ihre Sorgen direkt bei den Ministern zur Sprache bringen: Vor allem die Pharmaindustrie klagt über die aufwendigen Zulassungsverfahren in Mexiko. Die Uhrenindustrie kritisierte das zu wenig konsequente Vorgehen der Behörden gegen Fälschungen.

Auch die Sicherheitslage ist für viele Firmen ein Problem in dem mittelamerikanischen Land, wo seit 2006 rund 70'000 Menschen Opfer der Drogengewalt wurden. In gewissen Gegenden würden Geschäftsinhaber aus Angst um ihr Leben die Türen schliessen, beklagten Unternehmer.

Keine schnellen Verbesserungen

Seine mexikanischen Gesprächspartner seien den Problemen nicht ausgewichen, sagte Schneider-Ammann. Generell verwiesen mexikanische Wirtschaftsverbandsvertreter auf das Reformprogramm der Regierung von Peña Nieto, das 95 Punkte umfasst.

Man dürfe nicht erwarten, dass die Regierung die Lage schon in ein oder zwei Jahren entscheidend verbessern könne, sagte Schneider-Ammann: "Aber wichtig ist, dass wir das Zeichen bekommen haben, dass sie an den Problemen arbeiten und sie ernst nehmen."

Auch mehrere Schweizer Unternehmer sagten in Gesprächen mit Journalisten, dass sich etwas bewege. Zudem sei bei Mexikos grossem lateinamerikanischen Konkurrenten Brasilien die Bürokratie noch viel schlimmer.

Dennoch zögern Schweizer KMU, gleich voll in Mexiko zu investieren. Sie wollen zunächst über lokale Distributoren Fuss fassen, wie mehrere mittelständische Unternehmer sagten.

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SDA-ATS