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Die Expansion des Schokoladenkonzerns Barry Callebaut der letzten Jahre hinterlässt seine Spuren: Der grösste Schokoladenhersteller der Welt hat in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2012/13 Einbussen bei der Profitabilität hinnehmen müssen.

Hauptgrund dafür waren gestiegene Kosten: So fielen zusätzliche Ausgaben an, um jene Produktionsengpässe aufzufangen, mit denen Barry Callebaut in gewissen Regionen aufgrund des schnellen Wachstums konfrontiert war. Aber auch in Zusammenhang mit der im Dezember vereinbarten Übernahme der Kakaosparte von Petra Foods fielen erste Kosten an.

Alles in allem weist Barry Callebaut mit 116,4 Mio. Fr. so einen Halbjahresgewinn aus, der 7,4 Prozent tiefer liegt als im Geschäftsjahr davor. Der Betriebsgewinn (Ebit) der Ende Februar zu Ende gegangenen ersten Hälfte des Geschäftsjahre sank um 2,1 Prozent auf 173,8 Mio. Franken, wie Barry Callebaut am Montag mitteilte.

Tiefer Kakaopreis

Zusätzlich belastet worden ist das Ergebnis gemäss Communiqué aber auch durch den tiefen Kakaopreis. Dieser sorgte dafür, dass trotz einer deutlichen Steigerung der Verkäufe weniger Umsatz generiert werden konnte. So stieg der Absatz des als Zulieferer anderer Schokoladenhersteller tätigen Konzerns um 7,8 Prozent auf über 745'000 Tonnen.

Weil Barry Callebaut Veränderungen der Rohstoffpreise zu vier Fünfteln direkt an die Kunden weitergibt, ging der Umsatz dennoch um 2,4 Prozent auf 2,39 Mrd. Fr. zurück. Die deutlich bessere Margen, die der Konzern durchsetzen konnte - der Bruttogewinn stieg trotz Umsatzrückgangs um 5,5 Prozent auf 357,3 Mio. Franken -, reichte schliesslich nicht aus, um den Gewinn des Vorjahres halten zu können.

Fuss etwas vom Gas genommen

Barry Callebaut tritt nun in Bezug auf eine weitere Expansion erst mal etwas auf die Bremse. In einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur AWP bezeichnet Konzernchef Jürgen Steinemann das Jahr 2013 als Integrationsjahr: "Die Integration der Kakaosparte von Petra und anderen neu zugekauften Geschäften hat dieses Jahr gegenüber neuen Akquisitionen absoluten Vorrang."

Nicht auf Teufel komm raus wachsen soll nächstes Jahr auch das Outsourcing-Geschäft - jenes Geschäft also, bei dem Barry Callebaut Schokoladenherstellern ihre Rohschokoladenfabrikation abnimmt.

Vorerst ist der Konzern laut Steinemann nämlich noch mit der Implementation jüngst geschlossener Verträge beschäftigt. Wenn er wünschen könnte, würde er neue Outsourcing-Verträge nicht 2013, sondern lieber erst nächstes Jahr unterschreiben, so Steinemann.

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SDA-ATS