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Tucson/USA - Nach dem Mordanschlag von Arizona trauert Amerika um die Toten - und sucht nach den Hintergründen des Blutbades. Der Schütze von Arizona plante den Anschlag mit 6 Toten und 14 Verletzten auf die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords offenbar gezielt.
Bei einer Durchsuchung im Haus des 22-jährigen Jared Loughner fanden die Beamten in einem Safe entsprechende Hinweise. Der mutmassliche Attentäter ist inzwischen des mehrfachen Mordes und versuchten Mordes angeklagt worden.
Über die Motive des anscheinend verwirrten Todesschützen, der laut Polizei als Einzeltäter handelte, wird weiter gerätselt. Es zeichnet sich jedoch ab, dass Loughner von Giffords besessen war. Er hatte der Abgeordneten aus nächster Nähe in den Kopf geschossen.
Giffords' Zustand kritischDer Gesundheitszustand Giffords blieb unverändert kritisch. Ihre Ärzte sind "vorsichtig optimistisch", dass sie überleben wird.
Der Chef der Neurochirurgie am Universitätsklinikum in Tucson, Michael Lemole, sagte am Montag, ihr kritischer Gesundheitszustand sei "unverändert", was angesichts der schweren Verletzung eine gute Nachricht sei. "Aber sie ist noch nicht über den Berg", so Lemole.
Ein Geschoss aus der halbautomatischen Waffe des Attentäters hatte ihr Gehirn durchquert und dabei auch das Sprachzentrum getroffen. Wie schwer ihre Verletzungen im Kopf waren, konnten die Ärzte noch nicht sagen.
Schweigeminute im ganzen LandUnterdessen gedachte Amerika mit einer Schweigeminute um 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) der Opfer. Dazu aufgerufen hatte Präsident Barack Obama. An Bundesgebäuden im ganzen Land wurden die Flaggen auf Halbmast gesetzt.
Obama und First Lady Michelle gedachten mit gesenkten Köpfen im Freien vor dem Weissen Haus schweigend der Opfer. Auf den Stufen des Kapitols versammelten sich Kongressmitglieder zum stillen Gedenken. Etliche hatten Tränen in den Augen. Auch in vielen anderen Städten der USA zeigten Menschen ihre Anteilnahme.
Anschlag geplantUnter den Funden im Haus des Schützen war auch ein Briefumschlag mit "Botschaften" Loughners. Sie enthielten Formulierungen wie "Mein Attentat", "Ich habe voraus geplant" und auch den Namen Giffords.
Die Polizei entdeckte ausserdem ein Schreiben mit dem Briefkopf der Abgeordneten, in dem sie sich für Loughners Teilnahme an einem Wähler-Treffen 2007 bedankte. Bizarre Erklärungen und Videos des jungen Mannes im Internet weisen auf einen wirren politischen Hintergrund hin. Dort warf er der Politik etwa "Gehirnwäsche" vor oder forderte eine neue US-Währung.

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SDA-ATS