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Schul-Amokläufer von Ansbach zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 16:14 publiziert
(Keystone-SDA)

Ansbach - Der Schul-Amokläufer von Ansbach ist zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Die Jugendkammer des Landgericht der bayrischen Stadt sprach den 19-Jährigen unter anderem des versuchten Mordes in 47 Fällen schuldig. Der junge Mann soll zudem auf unbefristete Zeit in einer Psychiatrie untergebracht werden.
"Dass es keine Toten gegeben hat, war lediglich dem Zufall zu verdanken", betonte der Richter bei der fast einstündigen Urteilsbegründung. Bei der Tat im September 2009 sei der Angeklagte mit einer kaum zu überbietenden kriminellen Energie vorgegangen.
Der Ex-Schüler wurde ausserdem des versuchten Totschlags an einem Polizisten, der gefährlichen Körperverletzung, der versuchten besonders schweren Brandstiftung und versuchter Nötigung für schuldig gesprochen.
Mit dem Urteil blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die zehn Jahren Jugendhaft und damit die Höchststrafe nach Jugendstrafrecht sowie die Unterbringung in der Psychiatrie gefordert hatte.
Der Staatsanwalt hatte den unter einer Persönlichkeitsstörung leidenden jungen Mann in seinem Plädoyer als "hochkriminelle, arrogante Persönlichkeit" beschrieben. Der damalige Abiturient war im September 2009 mit Molotowcocktails, Messern und einem Beil bewaffnet in das Gymnasium Carolinum in Ansbach gestürmt.
In zwei Klassenzimmer warf er Brandsätze. Als die Schüler flüchteten, schlug er wahllos mit der Axt auf sie ein. Insgesamt 15 Menschen wurden verletzt. Eine Schülerin schwebte zeitweise in Lebensgefahr, nachdem Beilhiebe sie auf den Kopf getroffen hatten.

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