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Schuldenkrisen hieven Gold auf 1500-Dollar-Allzeithoch

Die Zuspitzung der Schuldenprobleme in den USA und Europa hat den Goldpreis erstmals in der Wirtschaftgeschichte über die Marke von 1500 Dollar getrieben. "Gold ist noch immer die erste Wahl als sicherer Anlagehafen", sagte ein Händler in Singapur.

Eine Feinunze (etwa 31 Gramm) des Edelmetalls zur Lieferung im Juni verteuerte sich am Dienstag zeitweise um rund ein halbes Prozent auf 1500,50 Dollar. Der Preis für die seit Jahrtausenden bewährte Anlage ist in den vergangenen zwei Wochen um 70 Dollar gestiegen.

Gold hat bereits im vergangenen Jahrzehnt ein glänzendes Comeback hingelegt. Nach einer zwanzigjährigen Durststrecke geht es seit 2000 mit dem Preis fast ohne Pause aufwärts. Im Vergleich zum Jahrtausendwechsel hat sich der Wert einer Feinunze mehr als vervierfacht: Damals wurden gerade einmal 290 Dollar gezahlt.

Klassische Krisenanlage

Noch vor wenigen Wochen schien es aber, als ob der Aufwärtstrend vorerst endet. Experten hatten erklärt, die Aussicht auf erstmals seit langem wieder steigende Zinsen in Europa und den USA verleide vielen Investoren die Lust an der klassischen Krisenanlage Gold.

Mit höheren Zinsen verliert Gold als Anlage an Reiz, da es keine Zinsen abwirft, sondern nur die Chance auf Wertsteigerung bietet. Die aktuellen finanzpolitischen Entwicklungen lassen ängstliche Anleger nun zunächst wieder im "sicheren Hafen" Gold festmachen.

Silber für Solarzellen

Auch Silber erfreut sich grosser Beliebtheit: Das "Gold des kleinen Mannes" kostet am Dienstag rund 43 Dollar je Feinunze. 2010 betrug der Zuwachs 80 Prozent, in diesem Jahr sind es weitere 40 Prozent.

Dazu trug auch die gute Weltkonjunktur bei - denn Silber kommt auch industriell zum Einsatz, etwa in der Medizintechnik und bei Herstellung mancher Solarzellen. So könnte die Trendwende in der Energiepolitik dem Silberpreis weiteren Rückenwind geben.

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