Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Urteil: Die schwedische Polizei darf keine spezielle Datenbank über Roma führen und der Staat muss daher jeder Person, die in einer solchen Datei geführt war, umgerechnet rund 4000 Franken zahlen. (Archivbild)

KEYSTONE/AP TT News Agency/DRAGO PRVULOVIC

(sda-ats)

Schweden muss mehreren Tausend Roma eine Entschädigung zahlen, deren Namen in einer Datenbank geführt wurden. Mit dieser Entscheidung beendete der Justizkanzler, der Vertreter der schwedischen Regierung in Rechtsfragen, am Mittwoch einen langwierigen Rechtsstreit.

Betroffene hatten gegen die Datenbank geklagt, weil sie sich damit aufgrund ihrer Ethnie diskriminiert fühlten. Der schwedische Staat muss nun jedem, der in der Datenbank aufgeführt ist, 35'000 Kronen (etwa 4000 Franken) zahlen.

In der umstrittenen Datenbank in einer Provinz im Süden des Landes befanden sich die Namen von mindestens 4700 Menschen - darunter auch 1000 Kinder. Zwei Gerichte hatten bereits zuvor zugunsten der Kläger entschieden. Der Justizkanzler betonte am Mittwoch, gegen diese Urteile keine Rechtsmittel einzulegen.

Die Menschenrechtsgruppe Civil Rights Defenders hatte die Kläger vor Gericht vertreten. Sie begrüsste die Entscheidung, die Betroffenen zu entschädigen, als "historisch".

Die Stockholmer Tageszeitung "Dagens Nyheter" hatte die Existenz der Datenbank 2013 enthüllt. Dies brachte der Polizei in der südschwedischen Region scharfe Kritik ein.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS