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Ende dieses Jahres wird der Bund die letzten 3,4 Millionen Dosen des nicht benötigten Impfstoffs gegen die Schweinegrippe zerstören. Damit hat die Schweiz gesamthaft Impfstoffe im Wert von 56,4 Millionen Franken vernichtet.

Hinzu kämen Kosten von rund 200'000 Franken für die Vernichtungsaktionen der Impfdosen, sagte Jean-Louis Zürcher, Sprecher des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), am Dienstag.

Ende 2009 hatte der Bund 13 Millionen Dosen der Impfstoffe Celtura, Focetria und Pandemrix gekauft, um gegen die von der Weltgesundheitsorganisation WHO angekündigte Pandemie gewappnet zu sein. 84 Millionen Franken zahlte der Bund an die Hersteller Novartis und Glaxo Smith Kline.

Die Schweinegrippe brach aber nicht im prognostizierten Ausmass aus. Im November 2011 verlieren nun die letzten in der Schweiz gelagerten Dosen Pandemrix ihre Gültigkeit und müssen verbrannt werden, wie BAG-Sprecher Zürcher einen Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" bestätigte.

Rund 2,5 Millionen Dosen gebraucht

Bereits im letzten Jahr wurden 5,3 Millionen Dosen Celtura und Focetria zerstört. 1,8 Millionen der Schweizer Impfdosen wurden laut Zürcher zudem an die WHO sowie an den Iran verkauft und verschenkt. Tatsächlich gebraucht wurden in der Schweiz rund 2,5 Millionen Dosen.

Künftig wird die Schweiz keine Schweinegrippeimpfungen mehr kaufen, da der Wirkstoff unterdessen in der saisonalen Grippeimpfung enthalten ist, wie Zürcher sagte.

Daniel Koch, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten des BAG, hatte die Kosten wie auch die hohe Zahl Impfdosen bereits im Januar 2011 gerechtfertigt: "Der Bund hat den Impfstoff als Versicherung gegen die Pandemie gekauft", sagte er. Bei keiner Versicherung sei klar, ob die Katastrophe dann auch tatsächlich eintrete.

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SDA-ATS