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Sechs Grossforschungsprojekte dürfen sich noch Hoffnung machen auf eine EU-Unterstützung von bis zu einer Milliarde Euro. Sie werden dieser Tage an einer Tagung in Budapest offiziell vorgestellt. Drei der Projekte werden von Schweizer Hochschulen geleitet.

Mit ihrem so genannten FET-Flagship-Programm will die EU visionäre, gross angelegte Forschungsprogramme unterstützen. Und dabei knausert sie nicht: In der zweiten Hälfte des Jahres 2012 sollen zwei Projekte gekürt werden, die für eine Laufzeit von zehn Jahren ein Budget von je insgesamt bis zu einer Milliarde Euro erhalten.

Insgesamt bewarben sich 26 Grossprojekte. Im März wählte eine Expertenkommission sechs Finalisten aus. Sie erhalten je 1,5 Millionen Euro, um ihre Anträge detailliert auszuarbeiten. Die Finalisten werden an einer von Mittwoch bis Freitag dauernden Konferenz in Budapest (Ungarn) vorgestellt.

Starke ETH

Die Schweiz ist dabei äusserst prominent vertreten: Nicht weniger als drei der Projekte werden von Schweizer Hochschulen geleitet und koordiniert. Und an zwei weiteren Grossprojekten, die noch im Rennen sind, beteiligen sich Schweizer Forscher in nicht-leitender Funktion.

Besonders hervorgetan haben sich die beiden ETH. Die ETH Zürich hat die wissenschaftliche Leitung des Projekts FuturICT inne und teilt sich die Führung des Projekts Guardian Angels mit der ETH Lausanne. Diese steht ihrerseits zudem an der Spitze des Human Brain Projects.

FuturICT möchte eine riesige Analyseplattform errichten, um die Welt besser zu verstehen. Das weltumspannende Computermodell soll mit unglaublich vielen Daten gefüttert werden. Dadurch liessen sich - so hoffen die beteiligten Forscher - zum Beispiel bessere Voraussagen treffen zu drohenden Wirtschafts- oder Finanzkrisen.

Das Human Brain Project, das aus dem Blue Brain Projekt der ETH Lausanne hervorgegangen ist, hat zum Ziel, das menschliche Hirn zu simulieren.

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SDA-ATS