Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Schweizer Bevölkerung lebt auf grossem Fuss - 2,82 Erden wären nötig, wenn die ganze Welt so viel konsumieren würde wie die Schweiz. Im Vergleich mit den weltgrössten Verbrauchern liegt die Schweiz auf Platz 21, wie der Living Planet Report 2012 des WWF zeigt.

Den grössten ökologischen Fussabdruck hinterlassen die reichen Länder, angeführt von Qatar mit 6,6 Planeten. Danach folgen Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Dänemark, die USA, Belgien, Australien, Kanada, Holland und Irland.

Von den Kontinenten weist Nordamerika (4,0) den grössten Fussabdruck auf. In Europa liegen die EU bei durchschnittlich 2,7 und die Länder ausserhalb der EU bei 2,3 Planeten. Der weltweite Durchschnitt liegt bei anderthalb Erden.

Menschen leben über ihren natürlichen Verhältnissen - und reiche Länder auf Kosten der armen: Nicht eine, sondern anderthalb Erden wären mittlerweile notwendig, um die jährlich verbrauchten Ressourcen im selben Zeitraum bereitzustellen.

Das schreibt die Umweltorganisation WWF in ihrem am Dienstag weltweit veröffentlichten Bericht "Living Planet Report 2012". Mache die Menschheit so weiter, benötige sie bis 2030 zwei Planeten, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken.

WWF wendet sich an Konsumenten

Die Weltbevölkerung wird sich laut UNO-Prognosen bis gegen Ende des Jahrhunderts bei rund 10 Milliarden Menschen einpendeln. Trotzdem könnte der ökologische Fussabdruck stabilisiert oder gar gesenkt werden, sagt Felix Gnehm, Entwicklungsexperte beim WWF Schweiz.

Das werde jedoch nicht von selbst passieren. "Nur sparsamere, umwelt- und qualitätsbewusstere Konsumenten können die Welt retten." Wenn wir weitermachten wie bisher, werde sich der Fussabdruck bis 2050 noch einmal fast verdoppeln.

Der Living Planet Report erscheint alle zwei Jahre. Darin beschreibt der WWF, wie es um die Lebensräume Meere, Flüsse und Wälder bestellt ist und untersucht dazu knapp 2700 Tierarten in über 9000 Populationen. Die Schweiz lag 2010 auf Platz 27.

SDA-ATS