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Das Schweizer U20-Nationalteam startet heute Abend mit dem Schlüsselspiel gegen Weissrussland in die Weltmeisterschaft in Buffalo. Ein Sieg ist Pflicht.

Christian Wohlwend steht bei seiner zweiten Weltmeisterschaft als Headcoach der U20-Nationalmannschaft vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Der 98er-Jahrgang ist in der Breite nicht gut besetzt. Das hat zur Folge, dass neun Spieler mit Jahrgang 1999 und fünf mit Jahrgang 2000 dem 23-köpfigen Team angehören. "Das ist ein grosser Nachteil für uns", sagt Wohlwend. "Spieler in diesem Alter können sich in einem Jahr physisch extrem weiterentwickeln, auch technisch und taktisch."

Umso wichtiger ist die Auftaktpartie gegen Aufsteiger Weissrussland, den auf dem Papier schwächsten Gruppengegner. Die Osteuropäer spielen die gesamte Saison zusammen, da sie in der höchsten Liga von Weissrussland engagiert sind. "Uns ist bewusst, dass Weissrussland das Spiel der Spiele ist", so Wohlwend. Die weiteren Gruppengegner sind Russland (Donnerstag), Schweden (Samstag) und Tschechien (Sonntag).

An der Vorbereitung sollte es nicht liegen. Die Schweizer flogen bereits am 13. Dezember nach Nordamerika, um sich an die kleinere Eisfläche zu gewöhnen. Um den Konkurrenzkampf zu erhöhen, nahm Wohlwend für die erste Phase des Trainingslagers in Niagara Falls zehn Verteidiger und 18 Stürmer mit. Zudem stand dem Team im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Eis zur Verfügung. Wohlwend war es wichtig, während der gesamten Vorbereitung die Intensität hoch zu halten. Nur so, und mit einem guten Teamgeist, haben die Schweizer eine Chance, in die Viertelfinals einzuziehen.

Zum Staff gehört auch der renommierte Sportpsychologe Saul Miller, der ein Mandat beim Schweizerischen Eishockey-Verband hat. Wohlwend ist ein grosser Fan von Miller, er hat zwei Bücher von ihm gelesen. Der Amerikaner ist auch deshalb dabei, weil Wohlwend nicht alles selber machen wollte. Deshalb gab er viel mehr Verantwortung ab. "Es ist wichtig, dass die Spieler nicht immer nur mich hören."

Vor einem Jahr schaffte die SIHF-Auswahl souverän den Sprung in die Top 8. Im Viertelfinal gegen den späteren Weltmeister USA (2:3) schnupperten die Schweizer gar an der Sensation. Beide Tore erzielte der Nummer-1-Draft Nico Hischier, der von den New Jersey Devils wie erwartet keine Freigabe erhielt.

Hischier bildete damals mit Damien Riat, Calvin Thürkauf, Jonas Siegenthaler und Roger Karrer eine klare Nummer-1-Linie, die den Unterschied ausmachte. Das war jedoch insofern auch ein Nachteil, als sich die anderen Spieler auf diese Linie verliessen. "In diesem Jahr haben wir ein breiteres Kader", sagt Wohlwend. "Jeder muss Verantwortung übernehmen, was hoffentlich positiv ist. Die ersten drei Linien müssen alle Tore schiessen, sonst haben wir keine Chance."

Captain Eggenberger will Schaufenster nutzen

Als Captain des Teams amtet Nando Eggenberger, der schon vor einem Jahr dabei war und deshalb mit einer anderen Einstellung ins Turnier geht. Der 18-jährige Davoser Stürmer ist auch deshalb für das verantwortungsvolle Amt prädestiniert, weil "ich viel sage, was ich denke." Gross ist auch dessen Optimismus: "Wenn wir in der Vorbereitung zu einem Team werden und unser Potenzial abrufen, dann sind wir sehr stark."

Dass die Schweizer gleich zu Beginn auf das nominell schwächste Team Treffen, sieht er positiv: "Wenn wir uns richtig vorbereiten und sich jeder der Wichtigkeit des Spiels bewusst ist, dann ist das ein Vorteil für uns." Tatsächlich wären drei Punkte gegen Weissrussland wohl gleichbedeutend mit der angestrebten Qualifikation für die Viertelfinals.

Für Eggenberger bildet das Turnier in Buffalo ein ideales Schaufenster im Hinblick auf den kommenden NHL-Draft. Gelingen ihm gute Leistungen, könnte er durchaus in der ersten Runde gezogen werden. Insofern hat er mit Nino Niederreiter, zu dem er hochschaut, seit er klein ist, ein perfektes Vorbild. Dieser wurde 2010 als Nummer 5 gezogen, nachdem er zuvor an der U20-WM brilliert hatte. Eggenberger setzt sich diesbezüglich jedoch nicht unter Druck: "Ich schaue nicht gross auf den Draft, es kommt so, wie es kommen muss."

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SDA-ATS