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Die Schweiz und Österreich wollen die nachhaltige Entwicklung von Berggebieten weltweit vorantreiben. Die beiden Länder haben am Mittwoch in Bern ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.

Die Zusammenarbeit hat zum Ziel, das Bewusstsein für die sensiblen Bergregionen auf politischer Ebene zu fördern, wie aus einer Mitteilung des Aussendepartements (EDA) hervorgeht.

Ausserdem seien gemeinsame Publikationen zur nachhaltigen Entwicklung von Berggebieten vorgesehen - dies unter Mitarbeit der Universität Bern. Im Vordergrund stünden dabei Themen wie der nachhaltige Bergtourismus oder die Produktion landwirtschaftlicher Produkte auf Familienbasis.

Die Schweiz hatte sich im vergangenen Jahr am Nachhaltigkeitsgipfel Rio+20 in Rio de Janeiro dafür eingesetzt, die Anliegen der Bergregionen im Schlussdokument zu verankern. Mit Erfolg: Die Armutsbekämpfung und die Erhaltung von Ökosystemen in Berggebieten waren Teil des Minimalkompromisses, auf den sich die Teilnehmerstaaten damals einigten.

Die Bewohner von Berggebieten kämpften oft gegen Armut und Hunger sowie die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, teilte das EDA am Mittwoch mit. Unter den Folgen litten aber auch die Bewohner tiefer liegender Gebiete - dies in Form von verschmutztem Trinkwasser oder Überschwemmungen.

Auch Schweizer Berggebiete unter Druck

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) setzt sich derzeit unter anderem dafür ein, dass die Einwohner abgelegener Dörfer in Nepal besser ans Strassennetz angebunden werden. In den Himalaja-Gebieten von Bhutan unterstützt die DEZA die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern.

Aber auch die Berggebiete in der Schweiz stehen vor Herausforderungen. Deren nachhaltige Entwicklung sei gefährdet, hielten DEZA, Universität Bern und die Schweizerische Gemeinschaft für die Berggebiete (SAB) vor dem letztjährigen Gipfel in Rio in einem Factsheet fest.

Genannt wurden unter anderem die Gefährdung der Biodiversität, die stockende Verlagerung des Transitverkehrs von der Strasse auf die Schiene sowie die mangelhafte Anpassung an den Klimawandel besonders in den Wintertourismusgebieten der Schweiz.

SDA-ATS