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Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag deutlich tiefer geschlossen. Schwache Konjunkturzahlen aus vielen Teilen der Welt haben die Ängste der Investoren vor einer weltweiten Rezession verstärkt.

Auf die Stimmung drückten diverse Konjunkturzahlen aus den USA, die ein eher trübes Bild boten. Zudem belasteten Einkaufsmanagerindizes aus China und Europa die Börse. Der Schweizer Markt konnte sich dank seiner defensiven Ausrichtung aber etwas besser halten als andere Märkte.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,24 Prozent tiefer auf 5777,47 Punkten, nachdem er kurzzeitig auf 5752,37 Punkte abgestürzt war. Im Wochenvergleich ergibt sich damit für den wichtigsten Schweizer Index ein Minus von 1,5 Prozent. Der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) sank am Freitag um 1,28 Prozent auf 5386,38 Zähler.

Die grössten Blue-Chips-Verlierer waren die Luxusgüter-Valoren Richemont und Swatch. Sie seien vor allem aufgrund von negativen Konjunkturdaten aus China unter Druck geraten, aber auch die neuesten Indikatoren aus Europa und den USA hätten das Sentiment hier belastet, hiess es im Handel. Die Richemont-Aktie verlor 5,4 Prozent an Wert, diejenige von Swatch 4,2 Prozent.

Aber auch andere konjunkturabhängige Papiere waren bei den schwächeren Titeln zu finden: Die Aktie des Chemiekonzerns Clariant gab 4,1 Prozent nach, jene des Warenprüfkonzerns SGS schloss 2,5 im Minus. Die Papiere des Zementherstellers Holcim (-1,9 Prozent) und des Sanitärkonzerns Geberit (-1,7 Prozent) verloren ebenfalls an Wert.

Ausserdem gab es starke Verluste für Titel der Versicherer Swiss Re (-3,5 Prozent) und Swiss Life (-2,6 Prozent). Aber auch die Aktie des Computerzubehör-Herstellers Logitech verlor 2,3 Prozent an Wert, ebenso die Papiere des Dentalimplantate-Herstellers Nobel Biocare (-2,2 Prozent), des Agrarchemiekonzerns Syngenta (-2,2 Prozent) oder des Hörgeräteherstellers Sonova (-1,7 Prozent).

Ebenfalls klar verloren die Aktien der Indexschwergewichte Nestlé (-0,9 Prozent), Novartis (-1,0 Prozent) und Roche (-1,1 Prozent), auch wenn sich diese defensiven Titel etwas besser hielten als der Durchschnitt. Die Aktie des Pharmazulieferers Lonza gehörte im frühen Handel noch zu den Gewinnern, notierte aber zum Schluss bei minus 1,5 Prozent.

Überraschend gut hielten sich die dagegen Aktien von Banken wie Julius Bär (+0,8 Prozent), Credit Suisse (+0,4 Prozent) oder UBS (-0,5 Prozent). Diese Titel hätten bereits in den letzten Tagen und Wochen zum Teil stark gelitten, hiess es dazu im Markt.

SDA-ATS