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Schweizer Aussenhandel im Januar mit tieferem Überschuss

Die Schweizer Importe haben im Januar ein Allzeithoch erreicht. (Archiv)

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Die Schweizer Exporte haben sich im Januar nach starken Ergebnissen im Dezember rückläufig entwickelt. Bei den Importen resultierte hingegen ein markanter Anstieg auf ein neues Allzeithoch.

Auf saisonbereinigter Basis sind die Exporte im Januar verglichen zum Vormonat um nominal 4,2 Prozent und real 5,1 Prozent zurückgegangen. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) sieht dennoch den insgesamt positiven Trend der vergangenen Monate bestätigt. Die Exporte hätten nämlich das zweithöchste monatliche Ergebnis verzeichnet, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

Die Schweizer Importe erreichten im Januar ein Allzeithoch. Sie steigerten sich saisonbereinigt verglichen mit Dezember um 7,5 Prozent und real um 3,8 Prozent. Damit setze sich der seit Ende 2016 registrierte Aufwärtstrend sichtbar fort, stellt die EZV fest.

Chemie und Pharma Zünglein an der Waage

Der gegensätzliche Verlauf zwischen den Exporten und den Importen führte zum niedrigsten Überschuss in der Handelsbilanz seit Januar 2012 in Höhe von 1,32 Milliarden Franken.

In beiden Handelsrichtungen spielte die Entwicklung im Bereich Chemie und Pharma eine entscheidende Rolle. Die Mehrimporte an chemisch-pharmazeutischen Produkten machten nämlich allein 90 Prozent der gesamten Einfuhrsteigerung aus. Und die Hälfte des Rückgangs der Exporte ging ebenfalls auf das Konto dieser Produkte.

Gegenüber dem starken Dezemberergebnis wiesen im Januar alle grossen Warengruppen - mit Ausnahme der Uhren - ein Exportminus auf. Hier setzte sich laut Mitteilung der Aufwärtstrend beschleunigt fort.

Exporte nach China legen zu

Die Exporte nach den zwei Hauptmärkten Nordamerika (-7,6 Prozent) und Europa (-4,9 Prozent) reduzierten sich im Berichtsmonat. Der Absatz nach Asien stagnierte zwar (+0,3 Prozent), erreichten aber dennoch ein neues Allzeithoch. Dabei übertrafen die Exporte nach China bereits zum dritten Mal die Ein-Milliarden-Franken-Schwelle.

Bei den Importen verbuchten drei der vier umsatzstärksten Warengruppen einen Anstieg. Nach einer tendenziell leicht negativen Entwicklung in den fünf Monaten zuvor, legten die chemisch-pharmazeutischen Produkte saisonbereinigt um fast 30 Prozent zu.

Höhere Importe verzeichnete auch der Bereich Fahrzeuge. Hier schlugen sich Einfuhren von mehreren Verkehrsflugzeugen in den Zahlen nieder. Laut EZV haben ausserdem die Sparten Maschinen und Elektronik sowie Metalle trotz einer Stagnation respektive eines Rückgangs die positive Entwicklung der Vormonate bestätigt.

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