Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Börsen sind nervös: Nach dem steilen Höhenflug von einem Rekord zum anderen wird die Luft allmählich dünn. Eine nicht ganz klare Aussage von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur Geldpolitik und schwache Konjunkturdaten aus China schicken die Kurse weltweit auf Talfahrt.

Der Bluechip-Index SMI fiel am Donnerstag um 2,84 Prozent auf 8168,52 Zähler. Der breite SPI verlor 2,62 Prozent. Beide Indizes hatten am Vortag Höchststände erreicht.

Händler sehen in dem Kursrückgang eine gesunde Korrektur nach einem gar starken Anstieg. "Jetzt haben wir die Korrektur, von der so viele Marktteilnehmer gesprochen haben", sagte ein Börsianer.

Als Auslöser für die Talfahrt gelten unter anderem Aussagen zur Geldpolitik des US-Notenbankchefs Ben Bernanke. Zunächst reagierten die Börsen zwar begeistert, weil Bernanke am Mittwoch (Ortszeit) eine weiterhin lockere Geldpolitik andeutete: "Ein voreiliges Ende oder eine Straffung birgt das Risiko, die wirtschaftliche Erholung abzuwürgen."

Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fusse. Denn Bernanke schloss ein geringeres Tempo bei den Anleihekäufen nicht aus. "Er hat zwar sein Bekenntnis zum Gelddrucken erneuert, doch die Hintertürchen für die Notenbanker gehen langsam auf", erklärte Analystin Sarah Brylewski von Gekko Markets das Wechselbad der Gefühle bei den Investoren.

Nikkei taucht böse

Die Kurskorrektur in Tokio - der japanische Nikkei hat satte 7,3 Prozent verloren - hängt vor allem mit enttäuschenden Konjunkturdaten für China zusammen.

Der von der Grossbank HSBC erhobene Einkaufsmanagerindex für China ist im Mai erstmals seit mehr als einem halben Jahr unter die Wachstumsschwelle gesunken. Das deutet darauf hin, dass die Industrie in China geschrumpft sein könnte - mit Folgen für die Weltkonjunktur.

Die schwachen Konjunkturdaten aus China spielten am Devisenmarkt dagegen kaum eine Rolle. Der Euro ist nach überraschend guten Konjunkturdaten aus der Eurozone wieder über 1,29 US-Dollar gestiegen.

Am Donnerstag am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2911 US-Dollar, ihr Tageshoch hatte sie zuvor bei 1,2921 Dollar erreicht. Gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro zu und stieg wieder über die Marke von 1,25 Franken. Am späteren Nachmittag kostet ein Euro 1,2512 Franken verglichen mit 1,2463 Franken am Mittag.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS