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Die erste WM-Finalteilnahme bei den Männern seit 2003 wird für die Schweizer Curler nicht Tatsache. Nach einer knappen Niederlage im Halbfinal gegen Schweden spielen sie aber gegen die USA um Bronze.

Valentin Tanner, Skip Peter De Cruz, Claudio Pätz und Benoît Schwarz gewannen in der Nacht auf Sonntag Schweizer Zeit zuerst das Playoffspiel gegen die USA 11:4. Unmittelbar danach aber unterlagen sie Schweden in dem bis zuletzt offenen Halbfinal 5:6 nach Zusatz-End.

Somit werden die Schweden im Final in der Nacht auf Montag die nach zwölf WM-Spielen ungeschlagenen Kanadier um Olympiasieger Brad Gushue herausfordern.

Davor bestreiten die Curler des CC Genf ab 20 Uhr das Spiel um Bronze, in dem sie erneut auf die vom letztjährigen WM-Dritten John Shuster angeführten Amerikaner treffen werden. Die Schweizer gewannen gegen die USA an dieser WM sowohl in der Vorrunde als auch im Playoffspiel.

Im Halbfinal gegen die favorisierten Schweden mit dem zweifachen Weltmeister Niklas Edin auf der Skip-Position hielten die Schweizer ausgezeichnet mit. Den Nachteil, dass sie die Partie ohne den letzten Stein im 1. End beginnen mussten, machten sie früh wett. In der zweiten Spielhälfte waren die Skandinavier stärker. Ihnen gelangen in der entscheidenden Phase zwei Zweierhäuser, die die Genfer jeweils nur mit einem Einer beantworten konnten. Dennoch erzwangen die Schweizer dank einem gestohlenen Stein ein Zusatz-End. Edin entschied den Match schliesslich mit einem Take-out.

St. Galler Bär um Skip Ralph Stöckli, den heutigen Leistungssport-Direktor und Chef de Mission von Swiss Olympic, stand vor 14 Jahren in Winnipeg als bis heute letztes Schweizer Männerteam im Final einer Weltmeisterschaft. Die Genfer konnten es nicht nachmachen. Nichtsdestoweniger hat De Cruz' Quartett nun die Chance, auch bei seiner vierten Teilnahme an internationalen Titelkämpfen eine Medaille zu gewinnen. Bislang bilanzieren sie WM-Bronze von 2014, EM-Silber von 2015 und WM-Bronze von 2016.

Im ungefährdet gewonnenen Playoff-Match gegen die USA erreichten die Schweizer in der Spielstatistik die aussergewöhnlich hohen Werte von 81 bis 95 Prozent an geglückten Versuchen. Auf die 95 Prozent brachte es der Schweizer Schlüsselspieler Benoît Schwarz auf der vierten Position.

SDA-ATS

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