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Der Schweizer Detailhandel hat im Dezember trotz eines guten Weihnachtsgeschäfts und des Wirtschaftsaufschwungs weniger verkauft. Preissenkungen auf breiter Front machen dem Handel zu schaffen. Dennoch dürfte das Gesamtjahr 2010 erfreulich ausfallen.

Im Dezember sanken teuerungsbereinigt die Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Nominal betrug der Rückgang 2,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag aufgrund provisorischer Ergebnisse mitteilte.

Gutes Weihnachtsgeschäft

KOF-Ökonom Richard Etter stellte am Dienstag auf Anfrage fest, dass das Weihnachtsgeschäft gut gelaufen sei und sich noch positiver entwickelt habe als erwartet. Obwohl bereits das Vorjahr recht gut gelaufen sei, habe der Umsatz 2010 noch gesteigert werden können.

Ein Blick auf die Entwicklung des Bereichs Non-Food im Dezember bestätigt dies: Real stieg hier der Umsatz um 0,9 Prozent. Der nominale Rückgang um 2,0 Prozent lässt sich durch Preissenkungen erklären: In den letzten zwei Jahren kam es im Schweizer Detailhandel zu starken Preisabschlägen. Von dem Rückgang der Preise waren dabei nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Non-Food-Artikel betroffen.

Die beiden Marktschwergewichte Coop und Migros hatten zuletzt fast gleichzeitig unmittelbar nach den Feiertagen im Dezember unter grossem Werbeaufwand Preissenkungen für ein breites Sortiment an Produkten kommuniziert. Für 2010 weist Coop nach eigenen Angaben eine Minusteuerung auf seine Produkte von 2 Prozent aus.

Wie die BFS-Zahlen zeigen, ging aber trotz Feiertagen der Verkauf von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren im Dezember real um 1,2 (nominal -2,1) Prozent zurück.

KOF sieht rezessive Tendenzen

Laut Etter drücken weiterhin rezessive Tendenzen den Detailhandel. Dabei nennt er unter anderem die "bescheidenen Lohnabschlüsse 2010" und die fehlende Euphorie der Konsumenten. Der Boom bei den Luxusartikeln könne nicht darüber hinwegtäuschen. Daher werde die Entwicklung im Detailhandel in den nächsten Monaten verhalten positiv auf einem ähnlichen Niveau bleiben.

Wetterbedingt könnten die Umsätze im Januar und Februar allerdings noch schlechter werden, da die Monate November und Dezember vom schönen Wetter ausserordentlich begünstigt wurden. Insgesamt sei der Konsum aber zufriedenstellend, so Etter.

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SDA-ATS