Navigation

Schweizer Familienunternehmen verlagert Produktion nach Volketswil

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 12:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Volketswil - Der Schweizer Verpackungsbeutel-Hersteller Wipf schliesst sein Werk in Marchtrenk in Oberösterreich. 78 Mitarbeiter oder 69 Vollzeitstellen sind von der Entscheidung des Schweizer Familienunternehmens betroffen.
Die Produktion werde an den Firmensitz nach Volketswil ZH verlagert, sagte der Delegierte des Verwaltungsrats der Wipf-Gruppe, Christian Wipf, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA zu einem entsprechenden Bericht der Zeitung "Oberösterreichische Nachrichten". Die Schliessung habe zwei Gründe.
In Marchtrenk seien die Aufträge in diesem Jahr wegen der Wirtschaftskrise um 20 Prozent eingebrochen. Zudem seien die Kosten in dem Werk, das die Wipf-Gruppe 1991 übernommen hatte, zu hoch. "In Österreich arbeiten wir 38 Stunden pro Woche, in der Schweiz dagegen 42,5 Stunden", sagte Wipf.
Zudem seien die Sozialkosten in Österreich wesentlich höher. "Am Schluss ist ein Standort in Österreich nicht mehr günstiger als in der Schweiz. Das war 1991 anders", sagte Wipf.
"Wir haben lange mit Betriebsrat und Belegschaft verhandelt, um die Personalkosten zu senken, und sind auf keinen grünen Zweig gekommen", sagte Wipf.
Die Schliessung in Österreich sei die einzige Restrukturierungsmassnahme der Wipf-Gruppe. In Volketswil würden im Gegenzug vier neue Stellen geschaffen. Dort arbeiten derzeit rund 200 Angestellte.
Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende Juni) sank der Umsatz der Wipf-Gruppe von 202,5 Mio. auf 198,2 Mio. Franken. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 rechnet Wipf mit einem leichten Umsatzrückgang.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?