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Schweizer Fernsehen verlegt Quizproduktion ins Ausland

Das Schweizer Fernsehen will flexibler werden und mehr neue Formate ausprobieren - ohne dabei immer grosse Summen in die Vorbereitung stecken zu müssen. Aus diesem Grund wird in diesem Jahr zum ersten Mal eine Produktion ins Ausland verlegt.

Das Sommerquiz "Die Millionen-Falle" wird anders als bisherige Quiz-Formate des Schweizer Fernsehens: Die Kandidaten kommen zwar aus der Schweiz und Moderator René Rindlisbacher moderiert auf Schweizerdeutsch. Das Studio steht jedoch nicht in Zürich-Leutschenbach, sondern beim ZDF in Köln.

Kandidaten und Moderator reisen Ende Juni für eine Woche nach Deutschland und zeichnen dort sechs Folgen auf, die dann während der Sommermonate auf SF1 ausgestrahlt werden. Das Schweizer Fernsehen mietet dafür die Infrastruktur des ZDF.

Man wolle mehr ausprobieren können, flexibler sein, begründete Christoph Gebel, Abteilungsleiter Unterhaltung, am Dienstag in Zürich die Auslagerung nach Deutschland. "Statt dass wir selber lange vorbereiten und entwickeln, gehen wir nun dorthin, wo die Infrastruktur bereits steht."

Falls die Sendung beim Publikum durchfällt, kann das Schweizer Fernsehen sie somit ohne grosse Verluste kippen. "Falls das Quiz ankommt, könnten wir es uns auch am Samstagabend vorstellen." Das Schweizer Fernsehen plant, irgendwann auch andere Formate im Ausland aufzuzeichnen.

SF verliert 0,7 Prozent Marktanteil

Neue Wege geht das Schweizer Fernsehen auch unternehmensintern. Seit drei Monaten arbeiten Fernseh-, Radio- und Onlinemitarbeiter zusammen unter dem Dach des neuen Medienunternehmens Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Die Zusammenlegung bezeichnen die Verantwortlichen als "geglückt".

Wichtig sei gewesen, dass die Zuhörer und Zuschauer in der Schweiz von den ganzen Umstellungen nichts mitbekommen hätten, sagte SRF-Direktor Ruedi Matter. Dies habe man erreicht.

Das Schweizer Fernsehen hat im letzten Jahr zwar 0,7 Prozent Marktanteil verloren und landete bei einem Stand von 32,6 Prozent. Über die vergangenen zehn Jahre hinweg betrachtet sind die Zahlen aber ziemlich stabil.

Die Radiosender konnten 2010 sogar leicht zulegen. Ihr Marktanteil stieg um 0,1 Prozent auf 61,7 Prozent. Das bedeutet, dass 61,7 Prozent aller Personen, die gerade ein Radio eingeschaltet haben, einen Sender aus dem Hause SRF wählen.

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