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Ein Schweizer Armeehelikopter soll helfen, die Waldbrände in Montenegro zu bekämpfen.

KEYSTONE/AP/RISTO BOZOVIC

(sda-ats)

Die Schweiz hat am Mittwoch einen Helikopter nach Montenegro geschickt, um dem Land zu helfen, Waldbrände zu bekämpfen. Seit mehreren Tagen wüten in dem Balkanland heftige Brände, ebenso wie in andern Ländern Südeuropas.

Mehrere Hektaren Wald brannten nieder und aus den Orten Herceg Novi, Tivat und Kotor mussten hunderte Menschen evakuiert werden. Die Behörden Montenegros haben angesichts der Brände international um Hilfe gebeten, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Mitteilung schreibt.

Die Schweiz habe am Mittwoch einen Super Puma-Armeehelikopter von der KFOR-Basis im Kosovo nach Montenegro gesandt, der für das Löschen von Bränden ausgerüstet ist. Zudem erreichte am Nachmittag ein Soforteinsatzteam der Humanitären Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) Montenegro. Zusammen mit Spezialisten der Armee koordinieren sie den Einsatz des Super Pumas mit den montenegrinischen Behörden.

Auch aus der Ukraine, Bulgarien und Israel erreichte Montenegro Hilfe. Von den Flammen betroffen sind vor allem Gebiete am Südufer der Bucht von Kotor, die wegen ihrer landschaftlichen Schönheit und ihrer malerischen Ortschaften viele Touristen anzieht. Auf der Halbinsel Lustica mussten mehrere hundert Camper in Sicherheit gebracht werden. Die grössten Brände sind inzwischen gelöscht. In der Stadt Herceg Novi gab es aber neue Feuer.

Gestank und dunkle Wolken

Auch in anderen Touristenzielen Südeuropas brannte es am Mittwoch weiter. Gestank und dunkle Wolken vermiesen den Touristen in Kroatien rund um die Adriastadt Split die Laune. Die Feuer rings um Split sind zwar gelöscht, aber die Glutnester werden die Feuerwehren noch tagelang beschäftigen.

Problematisch ist vor allem der Brand auf der städtischen Mülldeponie Karepovac, von dem toxische Dämpfe aufsteigen. Meteorologen warnen vor neuen möglichen Bränden, weil eine Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 Grad im Anzug sei.

Besonders von Bränden geplagt ist Italien: Von der Toskana bis nach Sizilien lodern seit Wochen immer wieder Brände auf, am Mittwoch hielten an die 200 Brände die Feuerwehren in Atem. Schon am Montag richteten mehrere Brände in einem Pinienwald in Rom schwere Schäden an den Bäumen an. Nach Schätzungen des Landwirtschaftsverbands Coldiretti braucht es 15 Jahre, bis sich die Landschaft davon erholt.

Trotz ihres Ausmasses scheinen die Wald- und Buschbrände die Touristen aber wenig zu beeindrucken. "Derzeit haben wir keine alarmierenden Zahlen von besorgten Touristen und auch können wir keine Annullierungen der Buchungen verzeichnen", sagte eine Sprecherin der italienischen Zentrale für Tourismus.

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SDA-ATS