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Der Schweizer Immobilienmarkt hat sich laut einer Studie der ETH Zürich und des Vergleichsdienstes comparis.ch abgekühlt. Die Zahl an "kritischen" Bezirken mit starken Anzeichen einer Immobilienblase ist demnach gegenüber Anfang Jahr von 11 auf 3 gesunken.

Bülach ZH und Baden AG waren bereits im ersten "Immobilien-Report" vom Januar als "kritisch" beurteilt worden. Neu zu dieser Kategorie zählt der Bezirk Dielsdorf im Nordwesten der Stadt Zürich, wie es in dem am Dienstag veröffentlichten zweiten solchen Bericht heisst.

Studienleiter Didier Sornette von der ETH Zürich skizziert aber auch für diese Bezirke kein Schreckensszenario: In Bülach, Baden und Dielsdorf sei weiterhin kein verhängnisvoller Crash zu erwarten, sondern vielmehr eine allmähliche Abflachung des Preisanstiegs oder eine Stagnation der Preise.

"Es besteht kein Grund zur Sorge, die heissen Regionen im Immobilienmarkt kühlen sich allmählich wieder ab", wird der Professor zitiert. Er stützt sich auf Angebotspreise von über einer Million Häusern und Wohnungen, die seit 2005 auf comparis.ch ausgeschrieben wurden.

Auf der nach "kritisch" zweithöchsten Stufe "zu überwachen" führt die ETH-Studie die Bezirke Pfäffikon und Uster auf. In 11 Bezirken sind Anzeichen einer Immobilienblase, die vor einem halben Jahr noch bestanden, derzeit nicht mehr sichtbar. Für die Studienautoren zählen die Bezirke aber weiterhin zur Kategorie "zu beobachten".

Gebiete um Zürich und im Aargau

Dabei handelt es sich um Gebiete in der Region Zürich und Zürichsee (Hinwil, Horgen, Höfe, Marach) um Bezirke im weiteren Einzugsgebiet beliebter Wohnlagen (Aarau, Lenzburg, Münchwilen in der Deutschschweiz, Jura-Nord vaudois und Monthey in der Romandie) sowie um Locarno und Lausanne.

"Entwarnung" geben die Forscher für die Bezirke Affoltern, Dietikon, Zug und Bremgarten, die im Immobilien-Report vom Januar noch mit "zu überwachen" klassifiziert worden waren. Hier habe sich die Preisentwicklung beruhigt, hiess es.

Keine Immobilienblase sehen die Wissenschaftler um Didier Sornette dagegen in Zürich selber und in Genf. Ihr Modell beruht nicht auf den absoluten Preisen, sondern auf der Preisdynamik. So seien in Zürich und Genf die Haus- und Wohnungspreise zwar auch enorm gestiegen, "aber nicht schneller als exponentiell".

Steiler Preisanstieg an Seen

Auch andernorts in der Schweiz sind laut den Angaben enorme Preissteigerungen festzustellen, ohne dass von einer Immobilienblase die Rede sei. Im Preisanstieg seit 2007 weit obenaus ragt Entremont im Wallis, wo der Preis pro Quadratmeter für Wohnungen um 130 Prozent gestiegen ist.

In den übrigen aufgelisteten Bezirken beträgt der Anstieg bis zu 69 Prozent. Die meisten dieser "Hot-Spots" liegen am Zürichsee, am Zugersee oder am Genfersee.

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SDA-ATS