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Vom Bau der neuen Ariane-Trägerrakete profitieren viele Schweizer KMU und Forschende. Dies sagte Mauro dell'Ambrogio, der Staatssekretär für Bildung, Forschung und Innovation, einen Tag nach dem entsprechenden Beschluss des ESA-Ministerrates vom Dienstag in Luxemburg.

Die Schweiz habe bis zur letzten Minute auf dieses Ziel hingearbeitet, sagte dell'Ambrogio vor den Medien in Bern. Zusammen mit Luxemburg habe die Schweiz eine wichtige Rolle gespielt. Die beiden Länder präsidieren derzeit gemeinsam die Europäische Weltraumorganisation ESA auf Ministerebene.

Europa müsse unbedingt selber einen Zugang zum All haben, sagte dell'Ambrogio weiter. Damit sei man nicht von anderen Anbietern abhängig, welche den Preis selber bestimmen könnten.

Auch für die Forschenden in der Schweiz sei der Beschluss von Luxemburg von grösster Wichtigkeit. Die Rosetta-Mission, bei der die Universität Bern mitmachte, habe gezeigt, wie hoch die Anforderungen auf diesem Niveau seien.

Ab 2022 einsatzbereit

Ariane 6 ist leistungsfähiger als die aktuelle Version Ariane 5. Die neue Trägerrakete soll gemäss Daniel Neuenschwander von der Abteilung Raumfahrt ihre Testflüge 2020 absolvieren und ab 2022 für Einsätze zur Verfügung stehen. Bis zu diesem Zeitpunkt würden Ariane 5 und Vega weiterhin im Einsatz bleiben.

Der Bau von Ariane 6 wird von der Schweiz mitfinanziert. Teile der Rakete werden in der Schweiz gebaut. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 3,6 bis 5,2 Milliarden Franken. Drei Prozent dieser Summe dürfte Schweizer Unternehmen zu Gute kommen.

Der Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag soll die Hülle bauen. Die Firmen APCO Technologies in Aigle VD und Meggitt in Givisiez FR sollen voraussichtlich andere Teile liefern können.

Vorgesehen ist der Bau einer kleineren und weit kostengünstigeren Trägerrakete als die Ariane 5, und dies in zwei Versionen: Geplant sind eine kleinere Ariane-62 mit zwei Starttriebwerken und eine grössere Ariane-64 mit vier Boostern zum Transport von je zwei Satelliten.

Die europäischen Raumfahrtminister hatten am Dienstag dem Bau einer konkurrenzfähigen neuen Ariane-Trägerrakete zugestimmt. Die Verantwortlichen verpflichteten sich auf einen Etat von acht Milliarden Euro, rund 9,6 Milliarden Franken, für die Gesamtentwicklung der europäischen Trägerraketen in den nächsten zehn Jahren. Etwa die Hälfte davon geht in die Entwicklung der neuen Ariane 6.

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SDA-ATS