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Heinrich Rohrer, einer der Väter der Nanotechnologie, ist tot. Der Schweizer Nobelpreisträger verstarb am vergangenen Donnerstag nach langer Krankheit im 80. Altersjahr zu Hause in Wollerau SZ, wie die Familie am Pfingstsonntag mitteilte.

Heinrich Rohrer wurde am 6. Juni 1933 in Buchs im St. Galler Rheintal geboren, als Bruder einer Zwillingsschwester, die eine halbe Stunde vor ihm zur Welt gekommen war. Er studierte Physik an der ETH Zürich, wo er sein Studium mit einer Dissertation zum Thema "Druck- und Volumeneffekte in der Supraleitung" abschloss.

Nach Studien- und Forschungsjahren im In- und Ausland kam er 1963 ans IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon ZH. Dort erforschte er kleinste Fehler auf der Oberfläche von Silizium-Kristallen, die einer weiteren Miniaturisierung von Computerchips im Wege standen. 1978 holte Rohrer den deutschen Physiker Gerd Binnig nach Rüschlikon, weil dieser auf demselben Gebiet forschte.

Mikroskop entwickelt

Gemeinsam bauten sie das Raster-Tunnel-Mikroskop. Mit diesem Instrument liessen sich erstmals die kleinsten Teilchen - Atome und Moleküle - sichtbar machen, neu arrangieren und erforschen. Rohrer und Binnig schufen damit den Grundstein für die Nanotechnologie. Für ihre Erfindung erhielten sie 1986 den Nobelpreis für Physik.

Nach der Auszeichnung als 19. Schweizer Nobelpreisträger sagte Rohrer in einem Interview, er habe längere Zeit nicht gewusst, was er studieren wolle. Schlussendlich habe er sich aber mit einiger Überzeugung für ein naturwissenschaftliches Studium entschieden. "Es war aber nicht so, dass Physiker mein Kindertraum war. Ich war vielmehr mehrfach interessiert und neugierig."

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SDA-ATS