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Bern - Die Schweizer Privatbanken haben sich bisher gut durch die Weltwirtschaftskrise manövriert. Die zunehmende Regulierung des Finanzsektors sowie die Frankenstärke stellen die Privatbanken jedoch vor neue Herausforderungen.
"Wir sind besorgt über die möglichen Auswirkungen der Frankenstärke auf einen Grossteil unserer Exportindustrie", sagte Nicolas Pictet, Vizepräsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers (VSPB), am Donnerstag am Jahres-Mediengespräch in Bern.
Oft werde vergessen, dass Banken Teil dieses "Exportgeschäfts" seien. Banken erbringen Dienstleistungen für ausländische Institute und Privatkunden. Die starke Abschwächung des Euro und Dollar gegenüber des Schweizer Franken lassen daher auch die Einnahmen der Finanzindustrie entsprechend schrumpfen.
Obwohl Pictet betonte, dass die Frankenstärke schwerwiegende Probleme aufwerfe, sieht er keine rasche Lösung in Sichtweite. Die "Interventionen und Massnahmen", wie sie in jüngster Zeit besprochen wurden, könnten die Aufwertung nicht aufhalten.
So ist die Vereinigung beispielsweise gegen eine Anbindung des Franken an den Euro. "Das Problem liegt nicht bei uns, es liegt bei den andern", spielte Pictet den Ball den Regierungen zu. "Die europäischen Staaten sind gezwungen, den Gürtel enger zu schnallen."
Regulierungswut beschäftigt VSPBAuch die zunehmende Reglementierung des Bankensektors bereitet der VSPB Kopfzerbrechen. "Das Risiko, dass sich der Finanzplatz in Paragraphen verliert, ist sehr ernst zu nehmen", sagte Präsident Konrad Hummler.
Kritik gefallen lassen musste sich die Finanzmarktaufsicht (FINMA). Sie neige unter dem politischen Druck, Massnahmen gegen künftige Finanzkrisen zu erlassen, zu Aktivismus. Die Banken würden mit Mitteilungen, Rundschreiben und Stellungsnahmen überschüttet, sagte Yves Mirabaud, Teilhaber der Bank Mirabaud & Cie in Genf.
"Für die von der FINMA beaufsichtigten Finanzinstitute ist es schwierig, sich in diesem Dschungel zurechtzufinden", betonte er. Die Rechts-Abteilungen der Banken hätten alle Hände voll zu tun, die Dokumente zu verstehen und zu analysieren.
Nicht zu unterschätzen seien die zusätzlich anfallenden Kosten. Genaue Zahlen gibt es laut Hummler zwar nicht. Doch die Ausgaben für den administrativen Mehraufwand seien "klar gestiegen".

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SDA-ATS