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Schüler aus dem Kanton Bern haben während ihrer Klassenreise in Berlin ein Pärchen beraubt und leicht verletzt. Die vier 18-Jährigen wurden von der Polizei vorübergehend festgenommen. Gegen sie läuft nun ein Strafverfahren wegen schweren gemeinschaftlichen Raubes.

Die vier jungen Männer stellten sich am frühen Freitagmorgen im Stadtteil Prenzlauer Berg einem 38-Jährigen und seiner 27-jährigen Freundin in den Weg und forderten Bargeld, wie die Polizei mitteilte. Den Mann traten sie von hinten zu Boden, auch die Frau wurde von den Jugendlichen attackiert und stürzte.

Der Mann verletzte sich beim Sturz am Knie. Erst nachdem die Männer sich entfernt hatten, bemerkte die Frau, dass ihr Handy und ihr Portemonnaie fehlten.

Die von dem Pärchen alarmierten Polizisten suchten die Gegend ab und entdeckten eine Gruppe, auf welche die Beschreibung zutraf. Die Jugendlichen stritten zunächst alles ab, versuchten dann aber zu türmen. Einer war jedoch nicht schnell genug und wurde von den Polizisten gefasst.

Wenig später machten die Beamten auch die mutmasslichen Mittäter ausfindig und stellten sie in ihrem Hostel. Die vier Männer stammen alle aus der Region Bern, wie ein Sprecher der Berliner Polizei am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Um welche Schule es sich handelt, konnte der Sprecher nicht sagen.

Regeln vorgelegt

Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver sagte am Westschweizer Radio, dass die vier Schüler bis anhin nicht negativ aufgefallen seien. Ihr Verhalten in Berlin sei aber keinesfalls tolerierbar. Die Eltern der Schüler seien "sehr überrascht" gewesen.

Weiter sagte Pulver, dass der Klasse vor der Reise schriftlich Verhaltensregeln vorgelegt worden seien. "Alle Massnahmen, die nach dem Fall München eingeführt wurden, sind ergriffen worden." Die Klasse sei in Berlin von zwei Lehrern begleitet worden.

Auch machte Pulver darauf aufmerksam, dass volljährigen Schülern nicht verboten werden könne, auszugehen. Die Diskussion, ob Klassenreisen überhaupt noch durchgeführt werden sollen, will der grüne Regierungsrat den Schulen überlassen. Er betonte, dass "99,9 Prozent aller Schülerinnen und Schüler" keine Probleme machten.

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SDA-ATS