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Dahinter liegt die saisonal normale Wassermenge: Die Staumauer des Grimselsees. (Archiv)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Der Füllgrad der Schweizer Speicherseen zur Stromproduktion ist für die aktuelle Saison normal. Er lag im Juli bei 72 Prozent. Zustande kam das dank des vielen Schnees im Winter und der wärmebedingt heftigen Schneeschmelze.

Damit dürfte die Stromversorgung des Landes für den kommenden Winter auf dem üblichen Stand liegen, wie Roger Pfammatter, Geschäftsführer beim Schweizerischen Wasserwirtschaftsverband (SWV), am Mittwoch auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA sagte.

Die 72 Prozent Füllgrad entsprechen dem langjährigen Mittel für die Jahreszeit. Ziel ist es gemäss Pfammatter, dass die Stauseen bis Ende September voll sind. Das scheint derzeit nicht gefährdet. Dennoch vermögen die Wasser- und die Atomkraftwerke im Winter den Strombedarf der Schweiz nicht zu decken, Importe sind seit Jahren nötig.

Flusskraftwerke mit deutlich weniger Wasser

Während im Winter eher Strommangel herrscht, ist im Sommer üblicherweise Überfluss angesagt. Diesen Sommer wird daraus indessen nichts, wie Pfammatter ausführte. Die Flusskraftwerke müssen derzeit mit der Hälfte der üblichen Wassermenge auskommen.

So fallen auch die sonst üblichen Stromexporte mager oder ganz aus. Gemäss dem Fachmann ist das indessen kein grosses Problem, da Strompreise im Sommer sowieso tief sind.

Zwischen Januar und März lagen die Durchflussmengen der Laufwasserkraftwerke über dem Langjahresdurchschnitt, zwischen April und Juni im Mittel. Mit dem Tiefstand im Juli allerdings brach die Stromproduktion ein. Pfammatter nimmt an, dass sich diese Produktionsdelle bis Ende Jahr nicht mehr auswetzen lässt.

Auch wenn die Fliesskraftwerke aktuell deutlich weniger Strom produzieren, ist die Branche an Schwankungen gewöhnt. Die Wasserkraftbranche sei an jährliche Schwankungen von plus oder minus 20 Prozent gewöhnt, erklärte Pfammatter.

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