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Die Schweizer Fussballerinnen verpassen an der EM in der Niederlande ihr Ziel und Scheitern nach der Vorrunde. Beim 1:1 gegen Frankreich läuft alles nach Plan - bis Gaëlle Thalmann daneben greift.

Die Enttäuschung über den verpassten Coup gegen die Nummer 3 der Welt war bei allen Beteiligten gross. "Es tut mir Leid für die Mannschaft", sagte Thalmann. "Wir haben super gekämpft und gespielt." Die Keeperin verschuldete den letztlich verhängnisvollen Gegentreffer, als sie in der 76. Minute den haltbaren Freistoss von Camille Abily zum 1:1 passieren liess. "Es war ein Handfehler", so die 31-Jährige. "Ich wollte den Ball über die Latte lenken."

Nationaltrainerin Martina Voss-Tecklenburg sprach von einem "Scheisstor". Die Deutsche nahm ihre Keeperin allerdings in Schutz. Dies passiere im Fussball. Zudem hatte Thalmann bis zu ihrem Lapsus fehlerfrei agiert und in der ersten Halbzeit mit zwei Glanzparaden ihr Team vor einem früheren Gegentreffer bewahrt.

Eine gute Stunde lang lief für die Schweizerinnen nach der frühen Rote Karte gegen Frankreich und dem 1:0 durch Ana-Maria Crnogorcevic alles nach Plan. Der Favorit wankte. Und da Österreich gegen Island souverän siegte und sich den Gruppensieg sicherte, drohte dem haushohen Favoriten bei einer Niederlage das Aus.

Die SFV-Auswahl verpasste es aber, den Französinnen den K.o.-Schlag zu versetzen. Die Kräfte liessen Mitte der zweiten Halbzeit nach, Kontermöglichkeiten wurden nicht gut ausgespielt, Frankreich gewann trotz Unterzahl wieder die Überhand, ohne sich allerdings klare Chancen zu erarbeiten. Die Mannschaft sei an ihre Grenzen gegangen, sagte Voss-Tecklenburg. "Wir waren sehr, sehr nahe dran. Ich weiss nicht, ob uns das viele zugetraut hatten."

Der grosse Coup war greifbar, die Qualifikation für die K.o.-Phase verpassten die Schweizerinnen aber nicht im Duell mit dem Gruppenfavoriten und WM-Gastgeber von 2019. Auch wenn die Französinnen sich durch die Vorrunde zitterten, "Les Bleues" sind unter Coach Olivier Echouafni seit mittlerweile 14 Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage kassierte Frankreich an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in den Viertelfinals gegen Kanada, seither resultierten unter anderen auch Siege gegen Top-Teams wie die USA, England, Spanien und die Niederlande.

Aus Sicht der Schweizerinnen wog letztlich die Hypothek aus dem Startspiel gegen Österreich zu schwer, als sie mit ihrer Rolle des Favoriten nicht klar kamen und nach einem schwachen Auftritt 0:1 verloren. "Da haben wir es verpennt", sagte Captain Lara Dickenmann.

Dieser Aussetzer liess sich nicht mehr korrigieren, auch wenn gegen Island und Frankreich zweimal eine klare Leistungssteigerung folgte und der erste Sieg und die ersten Tore in der EM-Geschichte resultierten. "Auf den Spirit und die Art und Weise, wie die Schweiz heute aufgetreten ist, können wir aber stolz sein", sagte Voss-Tecklenburg.

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SDA-ATS