Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Im letzten Jahr hat die Schweizer Bevölkerung weniger Wein getrunken als im Vorjahr. Sowohl Weine aus der Schweiz als aus dem Ausland sanken in der Publikumsgunst. Das Bundesamt für Landwirtschaft macht dafür die Konjunkturlage verantwortlich.

Insgesamt tranken die Weinliebhaber im Jahr 2011 in der Schweiz 2,74 Millionen Hektoliter (hl) in- und ausländischen Wein. Das sind 2,3 Prozent oder 62'806 hl weniger als im Vorjahr. Die konsumierte Menge bewegt sich damit aber im Rahmen der letzten fünf Jahre.

Deutlich weniger gefragt waren Rotweine. Deren Konsum ging um 51'111 hl zurück. Die Nachfrage nach Weisswein sank um 11'695 hl, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Weinstatistik 2011 des Bundesamts für Landwirtschaft hervorgeht.

Schweizer Wein sinkt in der Gunst

Vom Nachfragerückgang war der Schweizer Wein stärker betroffen als der Wein aus dem Ausland. Der Gesamtkonsum von Schweizer Wein sank um 48'147 hl, zwei Drittel davon entfielen auf Rotweine. Der Konsum von Rotweinen aus dem Ausland ging ebenfalls um 23'109 hl zurück. Steigender Beliebtheit erfreuten sich dagegen ausländische Weissweine, von denen 8450 hl mehr konsumiert wurden.

Das Gros davon dürfte auf deutsche Weissweine zurückgehen. Deutschland gehört neben Spanien und Portugal zu den Ländern, die mehr Wein in die Schweiz liefern konnten als in früheren Jahren. Derweil sanken die Importe aus Italien, Frankreich und den USA.

Die Weine aus Italien bleiben aber Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala der Schweizer Bevölkerung. Auf sie entfällt 37 Prozent des Importvolumens. 23 Prozent der Weine stammen aus Frankreich und 21 Prozent aus Spanien.

Waadt und Wallis weniger beliebt

Ein Blick auf die Schweizer Weine zeigt, dass vor allem die Nachfrage nach Weinen aus den zwei grössten Schweizer Rebbaukantonen zurückgingen. Der Gesamtkonsum von Weinen aus dem Wallis und der Waadt sank je um 30'000 hl. Derweil legte der Konsum von Weinen aus den Kantonen Genf und Neunburg zu.

Die Rebbaufläche blieb mit 14'920 Hektaren nahezu gleich (-22 ha). die am meisten verbreiteten Rebsorten sind nach wie vor Pinot noir, Chasselas und Gamay. Dieses Trio büsste jedoch an Fläche ein, während Merlot, Gamaret und Chardonnay an Terrain gutmachten.

SDA-ATS