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Die SCL Tigers kämpfen fünf Runden vor Ende der Qualifikation immer noch um einen Playoff-Platz. Den Neunten trennen vor dem Heimspiel gegen Davos nur drei Punkte vom achtklassierten Genève-Servette.

Mit fünf Siegen aus den letzten sieben Spielen und trotz einem 0:1 am Dienstag bei den ZSC Lions sind die Aussichten auf die Playoff-Qualifikation nach wie vor gut.

Die zweite Playoff-Teilnahme auf höchster Ebene nach 2011 können die Emmentaler aus eigener Kraft realisieren. Denn das Restprogramm scheint günstig: in den letzten drei Qualifikationsspielen nach der Olympia-Pause empfangen die Langnauer im Direktduell den voraussichtlichen Hauptkonkurrenten Genève-Servette und spielen dann noch je einmal daheim und auswärts (zum Abschluss) gegen den aktuellen Tabellenletzten Kloten.

Die SCL Tigers werden im Kampf um einen Playoff-Platz wie 2011 von einer ganzen Region mitgetragen. Acht Mal war die Ilfishalle in dieser Saison schon ausverkauft (6000 Zuschauer). Klare Rollen- und Aufgabenverteilung sowie enorme Disziplin bilden die Basis zum so gut wie bereits feststehenden Klassenerhalt.

Bemerkenswerte Geste von Punnenovs

Gerade mal sieben Gegentore kassierten die im Vergleich zur Konkurrenz bescheiden besetzten Emmentaler in den letzten sieben Spielen. Ein Wert, der selbst für Spitzenteams top wäre. Dabei haben die Langnauer keine klare Nummer 1 zwischen den Pfosten. Damiano Ciaccio (28) und Ivars Punnenovs (23) wechseln sich ab. Der defensiven Stabilität tut dies keinen Abbruch.

Ciaccio imponierte unlängst mit zwei Shutouts in Folge beim Sieg in Lausanne (1:0 n.P.) und gegen Lugano (4:0). Punnenovs, lettischer Nationalkeeper mit Schweizer Lizenz, legte am 19. Januar beim darauffolgenden 1:0 über Kloten nach und sorgte für den dritten Zu-Null-Erfolg in Serie der Langnauer.

Bemerkenswert war, dass Punnenovs nach dem Shutout von Ciaccio in Lausanne seinen Trainer Heinz Ehlers bat, den "Konkurrenten" im Tor zu belassen. "Damiano hatte es verdient, zu spielen. Er hatte über 65 Minuten zu Null gespielt", so Punnenovs zur Nachrichtenagentur sda. "Es wäre nicht fair, ja gar dumm gewesen, wenn Heinz Ehlers mich in der darauffolgenden Partie gegen Lugano hätte spielen lassen."

Dennoch betont Punnenovs: "Es ist klar, dass ich immer spielen möchte. Doch in diesem Moment wusste ich einfach, dass Ciaccio spielen sollte. Ich weiss, Damiano würde dies für mich auch so tun." Dass Punnenovs dann im darauffolgenden Spiel gegen Kloten den dritten Shutout in der obersten Spielklasse realisierte, sei für ihn deshalb erst recht speziell, "weil ich mich nicht erinnern kann, dass ich als Junior jemals einen Shutout schaffte".

Kurskorrektur nach verpatztem Saisonstart

Trainer Heinz Ehlers brachte die Langnauer nach einem schlechten Saisonstart mit 44 Gegentoren und nur vier Siegen aus 13 Spielen in den letzten Wochen wieder auf Kurs. Die Vertragsverlängerung mit dem 52-jährigen Dänen erfolgte in dieser Woche um eine Saison mit Option. Diese kann von Klubseite her bis im November gezogen werden.

"Ehlers vermittelt dem Team Disziplin und Hartnäckigkeit. Das ist das Wichtigste", sagt Sportchef Jörg Reber, der einst in Biel unter Ehlers spielte und es später in Langnaus Playoff-Saison als Ü30-Spieler noch zu drei Länderspielen brachte.

Ehlers sagte gegenüber der sda, dass er zunächst mit seiner Unterschrift gezögert hätte. "Wir hatten schon seit Anfang Oktober miteinander gesprochen. Nach diesem Entscheid herrscht nun aber auch bei mir Ruhe." Sein Team hätte schon einen Schritt nach vorne getan. "Ich bin aber überzeugt, dass noch mehr in dieser Mannschaft steckt."

Bei der Niederlage gegen die ZSC Lions monierte Ehlers unter anderem die unzureichende Passqualität und Laufbereitschaft. "Nur unser Torhüter (54 Paraden von Punnenovs) hielt uns im Spiel. Die Lions waren schneller und mehr bereit, in die Zweikämpfe zu gehen."

Langnauer WM-Duell?

Nach dem Saisonende mit den SCL Tigers wird Ehlers noch beim WM-Gastgeber Dänemark als Assistenztrainer wirken. "Vielleicht werde ich ein paar Impulse geben können, damit wir dort erfolgreich sein können", hofft Ehlers, der mit Dänemark in Vorrunden-Gruppe B unter anderem auf Lettland und damit möglicherweise auch auf Punnenovs trifft.

Was aktuell für die SCL Tigers gilt, soll im Mai auch für die WM-Underdogs Dänemark und Lettland gelten. Oder mit den Worten von Punnenovs: "Jeder Gegner sollte Angst vor uns haben."

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SDA-ATS