Navigation

Sechs ausländische UNO-Mitarbeiter in Kabul getötet

Dieser Inhalt wurde am 28. Oktober 2009 - 08:06 publiziert
(Keystone-SDA)

Kabul - Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf ein Gästehaus der UNO in Kabul sind mindestens neun Menschen getötet worden, unter ihnen sechs Ausländer.
Mindestens drei Bewaffnete stürmten am frühen Morgen das Gästehaus in dem Geschäftsviertel Schar-e-Now, nach einer heftigen Explosion stand das Gebäude in Brand. Die Angreifer wurden allesamt getötet.
Nach Angaben des afghanischen Innenministeriums wurden bei dem Angriff mindestens sechs Ausländer getötet, fünf weitere wurden verletzt. Das Gästehaus wurde demnach von Angestellten der Vereinten Nationen genutzt.
Nach Angaben eines UNO-Sprechers waren unter den Toten mindestens fünf UNO-Mitarbeiter, ihre Nationalität war zunächst nicht bekannt. Ein AFP-Fotograf sah, wie Verletzte von einem Polizeijeep am Spital abgeliefert wurden.
Darunter seien mindestens zwei Ausländer mit Schusswunden gewesen. Auch mehrere afghanische Polizisten erlitten nach Behördenangaben Verletzungen.
Die Polizei riegelte nach dem Angriff die Umgebung des Gästehauses ab. Nach Angaben eines Polizisten vor Ort flohen die Angreifer in ein Wohnhaus, nachdem einer ihrer Mitkämpfer seinen Sprengstoffgürtel gezündet hatte. Die Polizei konnte schliesslich die verbleibenden Kämpfer töten, die ebenfalls Sprengstoffgürtel trugen.
Zu dem Angriff bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Die Attacke sei nur der "erste Schritt" einer Kampagne der Gewalt gegen die zweite Runde der Präsidentenwahl, sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahed telefonisch der Nachrichtenagentur AFP.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?